Stadtspiegel-Kolumne von Seite 1: "Künstler für Tabu-Thema"

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„Er (oder Sie) hat‘s hinter sich“, pflegte meine Großmutter zu sagen, wenn jemand gestorben war.

Als Kind und Jugendlicher dachte ich, dass sie damit das Leben meinte. Doch mit der Erfahrung der Jahre glaube ich, dass es ihr um das „Gegenteil“ ging: das Sterben. Ein Thema, das von (fast) jedem verdrängt wird, obwohl es doch - irgendwann einmal - jeden Menschen betrifft.

Bei diesem „Verdrängen“ sind Männer offensichtlich noch etwas geschickter als Frauen. Denn nicht zufällig bestehen die Mitglieder von Hospizvereinen überwiegend aus Damen. Die bringen vermutlich mehr Einfühlungsvermögen als Sterbebegleiter mit.

Durch Sensibilität zeichnen sich in der Männerwelt am ehesten wohl noch die Künstler aus.
Über diesen Zusammenhang bin ich in dieser Woche zufällig gestolpert, als der Hospizkreis Menden an einem Tag gleich zwei Spenden entgegennahm. Und beide Spender waren nicht nur Männer, sondern auch ... Künstler.

Hermann-Josef Schnell und Mirko Stefan Elfert helfen auf diese Weise einerseits dem Verein finanziell, bringen dabei aber auch ein Tabu-Thema in den Blickpunkt der Öffentlichkeit.
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