Stadtspiegel-Kolumne von Seite 1: "Leben im Zeitraffer"

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Mit zunehmendem Alter scheint die Zeit schneller zu vergehen. Das liegt daran, so erklären es Wissenschaftler, dass das menschliche Gehirn bei Empfindungen, Eindrücken und Wahrnehmungen, die es immer wieder erlebt, in eine Art "Stand-by-Modus" schaltet. Alles Altbekannte wird ausgeblendet - und die Zeit ist - schwups - auf und davon.

Das erlebe ich in letzter Zeit beruflich immer häufiger; deshalb habe ich mir bewusst mal einige besondere Erlebnisse in Erinnerung gerufen.

- Da war Anfang der 80er der Flug nach Nordirland mit dem Bürgermeister, der erst Jahre später durch einen Deal mit Gaddafi bundesweit bekannt werden sollte.
- Oder die Premiere des "Ententanzes", die ich in Frankreich erleben "musste" (schrecklich, ich vergaß sogar, Fotos zu machen).
- Dann das Interview mit einem Bankdirektor, der erklärte, dass es künftig keine Kontoauszüge mehr an den Schaltern geben würde, sondern nur noch an neumodischen Geräten: Kontoauszugsdruckern.
- Oder auch die Reportage mit einem SB-Markt-Chef, in dem es um eine ganz besondere Neueinführung ging: die Pfandschlösser an Einkaufswagen. Der gute Mann hatte Riesenangst, dass die Kunden das nicht akzeptieren würden.

Schwups, wie die Zeilen vergehen ...
Diese Glosse ist nun doch länger geworden, als geplant. Aber es war ja auch eine lange, lange Zeit ...
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