Stadtspiegel-Kolumne von Seite 1: "Mulmiges Gefühl"

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Es gibt viele Gründe, Rosenmontag zu lieben. Oder auch, ihn nicht zu mögen.

Zu Letzterem fallen mir spontan u.a. Leute ein, die zum Lachen in den Keller gehen, die trockene Alkoholiker oder auch ganz einfach Karnevalsmuffel sind.
Für mich persönlich gibt's einen anderen Grund - und das, obwohl ich Karneval (als Zuschauer) mag.
Aber seit 2013 frage ich mich jeden Rosenmontag: "Was wäre, wenn ..."
Nämlich, wenn ich an jenem Rosenmontag nicht die "Närrische Ratssitzung" in Menden besucht hätte. Wenn ich nicht am frühen Abend in der Redaktion noch die Fotos und den Artikel darüber online auf Lokalkompass.de gestellt hätte.
Klar, dann hätte die Welt nicht so früh gesehen, wie der Mendener Politiker Andreas "Atze" Salmen als neugewählter "Gockel des Jahres" in der Bütt gestanden hatte. (Kann man mit leben.)
Aber dann wäre ich auch einige Zeit früher zu Hause gewesen. Wäre nicht auf der B7 im rechten Winkel von einem anderen Autofahrer gerammt und auf die Gegenfahrbahn geschleudert worden. Hätte keinen Totalschaden (mein Auto, nicht ich) gehabt.

Statt dessen wundere ich mich seitdem jeden Rosenmontag, wieso ich an einer Straßeneinmündung, über die ich Jahr für Jahr über 200 Mal fahre, plötzlich ein sehr, sehr mulmiges Gefühl bekomme.
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