Stadtspiegel-Kolumne von Seite 1: "Wir haben Rechte!"

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Mal schnell den Nachbarn fotografieren, wie er in der Nase bohrt. Und die hübschen Mädels im (und ohne) Bikini. Und natürlich den Autounfall, bei dem man sich vordrängeln muss, um erst mal all die Gaffer beiseite zu schieben. Oder lieber doch den Senior, der - wie lustig! - die Bordsteinstufe übersehen hat ...

Die Bilder werden natürlich selbstverständlich sofort im Internet gepostet!
Es scheint, als sei die ganze Welt ein "Selbstbedienungsladen" geworden, wo Regeln wie "Recht am eigenen Bild" nicht mehr gelten. Jeder Passant mit fotofähigem Handy mutiert zum Paparazzo - und wir alle sind die möglichen Opfer.
Und Drohnen mit Kameras verleihen dem Ganzen noch eine weitere bedrohliche Dimension.

Doch halt:
Ganz so einfach ist das nicht. In einem Freizeitbad in Hüsten hat die Polizei jetzt mehrere Leute erwischt, die eine Drohne über das Gelände steuerten.
Folge: Drohne einkassiert und Smartphone weg. Und gegen den Drohnen-Halter wird wegen "Verdacht der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch Bildaufnahmen" und "mögliche Verstöße gegen das Luftsicherheitsgesetz" ermittelt.

Da sage ich "Daumen hoch" (um mal im Internet-Jargon zu bleiben)!

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