Tipps von Gleichaltrigen

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Organisorin Andrea Swoboda (hi.2.v.re.) aus dem Mendener Rathaus kann bei der 6. Ausbildungsbörse 40 Unternehmen mit 70 Ausbildungsberufen präsentieren.
Menden (Sauerland): Schwitter Weg | Die 6. Ausbildungsbörse auf der Wilhelmshöhe

Am Donnerstag, 2. Juni, findet auf der Wilhelmshöhe in Menden die 6. Ausbildungsbörse statt. Diesmal aber mit geänderter Startzeit. „Auf Wunsch der Eltern werden die Türen jetzt erst eine Stunde später geöffnet“, verkündet Organisatorin Andrea Swoboda. „Wir beginnen nun um 9 Uhr.“
Die Aktion ist ein Erfolgsprojekt. 40 Firmen werden an diesem Tag 70 verschiedene Ausbildungsberufe vorstellen. Darunter sind auch einige Arbeitgeber, die bisher noch nicht teilnehmen konnten oder wollten. So wie die Bundeswehr. Beraterin Corinna Petter vom Standort Unna ist durch den „Girls Day“ am 28. April auf diese Möglichkeit der Präsentation aufmerksam geworden. „Wir laden Schülerinnen der Mendener Realschule in unsere Kaserne ein und dabei kam das Gespräch auch auf die Ausbildungsbörse“, teilt die Regierungsamtsrätin mit.
Die katholischen Kliniken im Märkischen Kreis haben sich ebenfalls erstmals angemeldet, dazu noch Firmen aus Arnsberg. Die meisten Betriebe stammen allerdings aus Menden. Alle Sparten vom Handwerk über die Logistik und dem Einzelhandel, dem Gesundheitsbereich bis zur Industrie sind dabei vertreten. So haben natürlich die größten heimischen Betriebe zugesagt. Bettermann, DHL, HJS, ECO Schulte, Rosier oder LWE Rheinkalk beispielsweise wollen sich von ihrer besten (Ausbildungs-) Seite zeigen.
Natürlich sind die heimischen Geldinstitute, Mendener Bank und Märkische Bank sowie die Sparkasse, vertreten. Hönne- und Placida-Viel-Berufskolleg nutzen ebenfalls die Chance, um auf ihre Möglichkeiten aufmerksam zu machen.
630 Schülerinnen und Schüler sind bereits angemeldet, aber Andrea Swoboda hofft, dass die Zahlen von 2015 übertroffen werden. „Im letzten Jahr haben sich am Ende 720 Jugendliche informiert und bei diesen Voranmeldungen sollte diesmal die Resonanz noch größer sein“, so die Mendener Verwaltungsmitarbeiterin.
Die Firmen haben bereits klare Vorstellungen über ihre Vorgehensweise. „Wir werden nicht nur nüchtern unsere Angebote vorstellen“, wurde bekannt gegeben. „Vor Ort sind Auszubildende aus unseren Unternehmen, die einen Insiderblick auf ihre bisherige Zeit im Betrieb und in ihrem Beruf geben.“ Mehr hautnah geht nicht. Dann können zudem zahlreiche Mythen, die bei gewissen Berufsbildern durch die Köpfe geistern, gerade gerückt werden. „Manch einer hat falsche Vorstellungen, weiß nicht, was wirklich dahinter steckt. Wer kann da besser aufklären als Gleichaltrige?“, war bei der Pressevorstellung zu hören.
Natürlich sind Ausbilder vor Ort und meist sogar die Chefs beziehungsweise die Inhaber. „Da wird mal spontan mit der Geschäftsführung ein Gespräch geführt, was sonst ja eher selten vorkommt“, verspricht Jörg Kötter aus dem Vorstand der Sparkasse. „Kommunikation auf Augenhöhe ist ganz wichtig und hier durchaus möglich.“
Thomas Pätzold (Mendener Bank) weist zudem darauf hin, dass nicht nur die Ausbildungsmöglichkeiten vorgestellt werden. „Ebenso wichtig ist, wie präsentiere ich mich bei einem möglichen späteren Arbeitgeber“, so der Fachmann. Wie gestalte ich eine Bewerbungsmappe, wie gehe ich in ein Vorstellungsgespräch, wie bewältige ich Eignungstests, dafür werden wertvolle Hinweise gegeben. Noch eine notwendige Information: „Sich vorher kundig machen auf den Internetseiten der Firmen kann sehr hilfreich sein. Dort stehen viele wesentliche Hinweise“, rät Jörg Kötter.
Vom Industriemechaniker bis zum Automobilkaufmann, vom Verkäufer bis zum Krankenpfleger, vom Gebäudereiniger bis zum Forstwirt reichen die Angebote. Und darüber hinaus. „SIHK, IG Metall und die Agentur für Arbeit haben ebenfalls einen Stand auf der Wilhelmshöhe“, so Andrea Swoboda. „Da wird Auskunft erteilt über Berufe, die nicht vor Ort vertreten sind.“
Wer Angst haben sollte, später in seiner einmal gewählten Tätigkeit fest zu stecken und nicht mehr weiter zu kommen, dem kann diese Angst genommen werden. Zwölf duale Studiengänge gibt es bereits, die das zweigleisige Lernen ermöglichen. Da könnte neben der Ausbildung durchaus das Studium laufen. Überall kann sich die Fortbildung anschließen.
Die Schulen freuen sich über das Angebot der Börse. Nicht alles können die Einrichtungen vermitteln und oft ist das Resultat von der Initiative des Lehrers abhängig. Aber auch an die Schulabgänger wird appelliert: „Eigenverantwortung ist notwendig. Selbst neugierig sein unverzichtbar.“
Am Ende noch eine Bitte an die Eltern: „Begleitet eure Töchter und Söhne. Moralische Unterstützung ist hilfreich. Da werden Hemmungen abgebaut und danach ist es leichter für den Nachwuchs, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.“
Anfang Mai werden auf den städtischen Internetseiten weitere Infos über die teilnehmenden Unternehmen online gestellt. Ein Blick lohnt.
Eine Anmeldung ist gewünscht, aber nicht erforderlich. Geöffnet ist am Donnerstag, 2. Juni, von 9 bis 16 Uhr.
Weitere Informationen bei Andrea Swoboda, Tel.: 02373/9031480.
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