Update: "Friederike" hielt den Kreis in Atem

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Zahlreiche Einsätze müssen abgearbeitet. Hauptsächlich handelt es sich um abgedeckte Dächer - wie hier am Walburgis Gymnasium - und Bäume, die auf auf Straßen und Gehwegen liegen. (Foto: Uwe Petzold)
 
Zahlreiche Einsätze müssen abgearbeitet. Hauptsächlich handelt es sich um abgedeckte Dächer - wie hier am Live Klub "Wo anders" - und Bäume, die auf auf Straßen und Gehwegen liegen. (Foto: Uwe Petzold)
 
Zahlreiche Einsätze müssen abgearbeitet. Hauptsächlich handelt es sich um abgedeckte Dächer - wie hier am Walburgis Gymnasium, wo zahlreiche parkende Pkw beschädigt wurden - und Bäume, die auf auf Straßen und Gehwegen liegen. (Foto: Uwe Petzold)

Märkischer Kreis. (pmk). Update: Gerade, um 15.38 Uhr, hat die Kreispressestelle des Märkischen Kreises zu "Friederike" mitgeteilt:

"Die Anzahl der Notrufe nehmen in der Kreisleitstelle deutlich ab. In der Spitze gab es kreisweit 408 Schadensmeldungen, durch umgestürzte Bäume oder Gerüste oder abgedeckte Dächer. Es wurden keine verletzten Personen gemeldet.
Aktuell laufen 253 Einsätze. 93 eingegangene Schadensmeldungen konnten noch nicht in Angriff genommen werden. Sie werden nach Priorität abgearbeitet. Zurzeit sind noch rund 1200 Kräfte im Einsatz. Freiwerdende Kräfte im Südkreis, wo der Orkan inzwischen etwas abflaut, werden zur Unterstützung der Feuerwehren in den Nordkreis, insbesondere nach Iserlohn und Menden verlegt."

Die Feuerwehr Menden hat um 16.30 Uhr getwittert:

"Seit heute Vormittag hat die Feuerwehr Menden 120 Einsätze abgearbeitet. Zurzeit sind noch einige Einsatzstellen offen, welche noch abgearbeitet werden müssen."

Die Stadt Menden hat um 16.46 Uhr mitgeteilt:

"Sturmtief Friederike ist über Menden hinweg gefegt und hat Schäden angerichtet. Bislang blieb es zum Glück aber bei „nur“ einer leicht verletzten Person, die von umherfliegenden Gegenständen getroffen wurde.
Bereits am Vormittag, um 10:30 Uhr, wurden alle Einsatzkräfte der Feuerwehr informiert und die Gerätehäuser besetzt. Etwa 125 Feuerwehrleute sind seitdem im Einsatz. Dazu kommen die Mit-arbeiter des Mendener Baubetriebshofes (MBB), des Ordnungsamtes, von Stadtforst und Immo-bilienservice Menden (ISM).
In Summe gab es in Menden bis 16.30 Uhr 128 Einsätze, aktuell laufen davon noch 10. Die meisten Einsätze der Feuerwehr hatten mit umgestürzten Bäumen zu tun oder mit Bäumen die drohten umzufallen. Zahlreiche Straßen mussten gesperrt werden und bleiben das auch erst einmal, bis die umgestürzten Bäume gefahrlos beseitigt werden können. Dazu kommen zahlreiche beschädigte Dächer.
Aktuell gesperrt sind die Straßen:
- Wolfskuhle
- Oesberner Weg
- Stiftstraße (ab Haus Lahr)
- Hembrocker Berg
- Bieberkamp (ab der Lürbke)
Einige dieser Straßen werden auch über die Nacht gesperrt bleiben müssen, da die Beseitigung der umgestürzten Bäume teils mit erheblichem Aufwand verbunden sind. Zudem müssen die Feuerwehrleute, die Mitarbeiter des MBB und des Stadtforstes hierbei auch sicherstellen, dass sie die Bereiche gefahrlos betreten können.
Eine vollständige Bilanz und ein gesamter Überblick über die entstandenen Schäden, auch an städtischen Gebäuden, wird es aber erst Morgen oder in den kommenden Tagen geben."

Die Stadtwerke Menden informieren um 17.24 Uhr:

"Umgestürzte Bäume waren die Hauptursache für zahlreiche Stromausfälle in Menden. So traf in Bösperde ein herabstürzendener Baum die 1 kV-Freileitung - die Stadtwerke mussten daraufhin in dem Gebiet den Strom abstellen, damit die Feuerwehr den Baum herausschneiden und entfernen konnte.
„Mit Bekanntwerden der Sturmwarnung haben wir unsere technischen Teams mobilisiert“, beschreibt Wolfgang Storm vom Team Netzdienste und Koordinator der heutigen Stadtwerke-Einsätze. Insgesamt waren 12 Fachkräfte der Stadtwerke im Außeneinsatz um beschädigte Leitungen zu reparieren oder selbst Bäume aus Leitungen zu entfernen.
In einer ersten Zwischenbilanz verzeichnen die Stadtwerke Menden Störungsmeldungen an 30 verschiedenen Mendener Standorten.
„Nicht nur unsere Leitungen und Netze sind vom Sturmtief betroffen“, erklärt Storm, „das vorgelagerte Hochspannungsnetz der Westnetz, welches uns auf der 100 kV-Ebene Strom nach Menden zuführt, war ebenfalls beeinträchtigt.“ Spürbar war dies beispielsweise durch kurzzeitiges Flackern der Beleuchtung in zahlreichen Mendener Gebieten.
Inzwischen ist der Großteil der gemeldeten Schäden behoben, lediglich werden noch beschädigte Freileitungen zu einzelnen Häusern gemeldet, weil die Bewohner von der Arbeit nach Hause kommen und diese Schäden erst jetzt bemerken. Meldungen zu Störungen nehmen die Stadtwerke Menden rund um die Uhr unter der Rufnummer 2424 entgegen."

Die Pressestelle des Märkischen Kreises ergänzt um 17.26 Uhr:

Orkantief Friederike zieht weiter

"Die Feuerwehren im Märkischen Kreis und die Kreisleitstelle haben heute seit 8 Uhr morgens insgesamt 513 unwetterbedinget Einsätze abgearbeitet. In Iserlohn, Menden und Lüdenscheid sind noch rund 60 Einsatzstellen offen. Nach Iserlohn wurden inzwischen 6 Fahrzeuge und 40 Einsatzkräfte aus Nachrodt, Schalksmühle, Werdohl und Neuenrade verlegt. Einzelne Straßensperrungen werden weiter aufrecht erhalten, weil die umgestürzten Bäume nicht entfernt werden konnten.
Kreisbrandmeister Michael Kling bedankt sich bei allen Einsatzkräften für die geleistete Arbeit." 

Die Feuerwehr Menden meldete abschließend um 21.45 Uhr per Twitter:

"Alle Einheiten der Feuerwehr Menden konnten ihre Einsätze beenden und wohlbehalten in ihre Standorte zurückkehren. Ganz herzlich danken wir Allen für die engagierte und reibungslose Zusammenarbeit!"



Hier der ursprüngliche Beitrag von der Pressestelle des Märkischen Kreises:

"Mehr als 380 Unwettereinsätze in anderthalb Stunden"


Die Kreisleitstelle des Märkischen Kreises hatte bis heute (Donnerstag, 18. Januar) Mittag mehr als 380 Sturmeinsätze im Kreisgebiet.
Besonders betroffen waren Lüdenscheid, Halver und Iserlohn.
In Iserlohn-Sümmern wurde ein Löschfahrzeug im Einsatz durch einen umgestürzten Baum beschädigt. Es entstand kein Personenschaden.
Ein Baum fiel in Iserlohn auf die Schienenstrecke.
Hauptsturmschäden entstanden durch umgestürzte Bäume und Gerüste.
Es wurden mehrere Dächer abgedeckt.
Alle Feuerwehren waren seit 11 Uhr im Einsatz. Zur Unterstützung der Feuerwehr wurden THW Halver, Lüdenscheid, Iserlohn und Balve alarmiert. Ebenfalls im Einsatz sind Johanniter Lüdenscheid und DRK Lüdenscheid.
Auch die Kreisleitstelle wurde nochmal verstärkt. Alle Disponententische sind aktuell mehrfach besetzt.
Insgesamt sind rund 1.600 Kräfte im Einsatz.

Überregionale
Straßensperrungen

Das Landesstraßenbauamt Straßen.NRW teilt mit:
In der Region Sauerland sind wegen des Sturmes folgende Verbindungen gekappt:

• B55 zwischen Meschede und Meschede-Nichtinghausen
• B55 zwischen Warstein und Warstein-Belecke
• B55 zwischen Lippstadt und Kreisgrenze
• B229 zwischen Arnsberg-Breitenbruch und Möhnesee-Delecke
• L519 zwischen Eslohe-Obersalwey und Eslohe-Meinkenbracht
• L670 zwischen Welver-Borgeln und Welver-Haselhorst
• L732 zwischen Wickede-Echthausen und Arnsberg-Voßwinkel
• L732 zwischen Arnsberg-Neheim und Ense-Höingen
• L735 zwischen Arnsberg-Wildshausen und Warstein-Hirschberg
• L735 zwischen Warstein und Warstein-Hirschberg
• L740 Winterberg und Medebach-Küstelberg
• L776 zwischen Bestwig-Nuttlar und Rüthen-Kallenhardt
• L856 (Abschnitt 1) zwischen Meschede und Warstein-Hirschberg
• L880 zwischen Eslohe-Kückelheim und Eslohe-Serkenrode
• L915 zwischen Meschede-Löllinghausen und Meschede-Klause
• L915 zwischen Meschede-Wehrstapel und Meschede-Nierbachtal
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