Zur Diskussion frei: Vom Abhören und Einwerfen

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Menden (Sauerland): nordwall | Eigentlich sollte hier etwas stehen über diesen Abhörskandal. Wie uns der große Bruder USA belauscht. Was der so alles abfängt von uns.
Ich wollte mich darüber aufregen, wie gleichgültig wir Deutschen darauf reagieren. So nach dem Motto: „Ich habe nichts zu verbergen.“
Ach, wirklich? Nichts zu verbergen? Dann können Sie mir ja mal mitteilen, wie Sie ihr Auto finanziert haben. Warum das Finanzamt ein Gespräch mit Ihnen wünschte.
Was denn in der E-Mail an die Urlaubsbekantschaft gestanden hat. Die nach dem Absenden sofort wieder gelöscht wurde.
Und welche Nachricht Nachbar Karl von seinem Arzt über die letzte urologische Untersuchung zugesendet bekam, würde mich, wäre ich ein Versicherungsvertreter, sicher auch interessieren.
Also, wie gesagt, eigentlich sollte so etwas hier stehen. Bis hin zur bitteren Pointe.
Aber dann kam alles anders. Denn am Samstagmorgen traf mich eine Meldung wie ein Keulenschlag. Im Westen Deutschlands soll es schon in den frühen Jahren der BRD ein staatlich gefördertes Dopingsystem gegeben haben.
Und es soll lustig eingeworfen worden sein.
Sogar meine WM-Helden von 1954, von 1966 und von 1974 wären irgendwie in diesem Sumpf versunken. Meine Idole. Ich bin so fertig, dass ich mich jetzt mehr über den Sportskandal aufrege als über den Politskandal.
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3 Kommentare
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Peter Benedickt aus Fröndenberg/Ruhr | 03.08.2013 | 19:20  
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Dieter van Riel aus Fröndenberg/Ruhr | 04.08.2013 | 12:52  
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Theo Grunden aus Hamminkeln | 12.08.2013 | 16:27  
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