Nordwallcenter: Verlängerung! - Die "unendliche" Geschichte geht weiter...

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Die Bäume sind bereits weg - und Menden wartet darauf, dass auch das Parkhaus bald Geschichte ist... (Foto: K. Rath-Afting)

Der Rat der Stadt Menden hat in nicht öffentlicher Sitzung am 27. Juni mehrheitlich entschieden, die Frist für den Investor ITG (Investitions- und Treuhandgesellschaft) des geplanten Nordwallcenters um weitere sechs Monate zu verlängern. Damit folgt der Rat dem Antrag des Investors und dem Beschlussvorschlag der Verwaltung.

Menden. Das ist das Ergebnis der eigentlich öffentlich angekündigten Ratssitzung. Doch auf das nun bekannt gewordene Ergebnis, mussten Mendener Bürger und Händler, welche die Diskussion mitverfolgen wollten, vor verschlossenen Türen warten. Die angekündigt öffentliche Ratssitzung war für die Zuschauer recht "kurzweilig" weil der öffentliche Teil, in dem diskutiert werden sollte, ob die ITG nun eine Fristverlängerung erhält oder nicht, bereits nach 20 Minuten in einen nicht-öffentlichen Teil überging. Sebastian Arlt, 1. Beigeordneter der Stadt Menden, sprach von "Grundstücksangelegenheiten", welche aus rechtlichen Gründen nicht öffentlich diskutiert werden dürften.

Ausschluss der Öffentlichkeit

Einzig Eugen Heinrich (USF) meldete sich daraufhin zu Wort. Es ginge doch um eine "Fristverlängerung eines Kaufvertrages" und über dessen Inhalt bräuchte doch gar nicht gesprochen werden - rein die Frage: "Verlängerung Ja oder Nein" sei doch diskutabel. Da aber offensichtlich schon im Vorfeld darüber beschlossen wurde, dieses Thema ohne Presse, anwesende Händler und Bürger anzugehen, mussten diese erst die Ratssitzung abwarten um dann den Beschluss zu vernehmen: die Frist wird um ein halbes Jahr verlängert. Obwohl dieser Beschluss wohl mit politischer Mehrheit erging, gibt es auch Bedenken. Stefan Weige (FDP), plädierte sogar für eine 14-monatige Verlängerung wobei der Baubeginn allerdings fixiert werden sollte. Jetzt sei es so geregelt, so Weige, dass nach dem Ablauf der Annahmefrist und Scharfschaltung des Vertrages zwischen Stadt Menden und ITG es zu einem Baubeginn innerhalb von 12 Monaten kommen muss. Das könnte bedeuten, dass es noch fast 1 1/2 Jahre bis zum ersten Spatenstich dauern könnte.

ITG bekräftigt Bauvorhaben

Die Christdemokraten sind allerdings davon überzeugt, mit der ITG den richtigen Partner zur Verwirklichung des Nordwallcenters an der Seite zu haben. ITG-Sprecher Horst Jütte hatte im Bauausschuss bereits öffentlich erklärt: "Wir wollen das Nordwallcenter bauen." Ihm geht es jetzt um eine rasche, rechtliche Entwidmung der Gartenstraße. Sobald diese veröffentlicht sei, könne direkt mit dem Bau begonnen werden.
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Hans-Jürgen Köhler aus Menden (Sauerland) | 29.06.2017 | 14:28  
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