„Seit 35 Jahren wird über die A46 diskutiert“, so Dr. Werner Reh, Verkehrsexperte des BUND aus Berlin. Doch ob sie jemals kommen wird, das sei mehr als fraglich. Was natürlich genau den Wünschen von GigA46 und BUND entspricht.
Statt Millionen in den Weiterbau der Autobahn zu stecken, solle lieber nach Alternativlösungen gesucht werden. „Doch da kommt man deshalb nicht voran, weil alle auf die Autobahn starren“, so Ingrid Ketzscher von den Mendener Grünen.
Dabei ist es, so ergänzte Dr. Reh, gemäß § 5a des Fernstraßengesetzes durchaus möglich, dass der Bund statt in die Autobahn in sogenannte „Netzlösungen“ investiert, also in den Aus- und Umbau bereits vorhandener Trassen. Dafür, da ist sich der BUND-Verkehrsexperte sicher, würden auch die zur Verfügung stehenden Gelder ausreichen, für den Weiterbau der A46 dagegen nicht. Diese sei mit 118,7 Millionen Euro veranschlagt worden. Der tatsächliche Bedarf liege aber bei über 300 Millionen. Die Netzlösungen seien der Übergang ins 21. Jahrhundert. Dr. Reh „Alles andere stammt aus 1971.“
Denkbar sei bei einer Netzlösung möglicherweise auch der Rückbau der Autobahnbrücke über den Seilersee in Iserlohn, erläuterte Claudia Mölle (GigA46).
Dr. Reh abschließend: „Wir müssen kämpfen, damit sich etwas Vernunft einstellt, kämpfen in Berlin und in NRW.“
Soweit GigA46 und BUND.
Für Menden könnte es allerdings noch eine andere Gefahr geben, nämlich die, dass in einem 1. Bauabschnitt die A46 über Hemer bis kurz vor die Stadttore der Hönnestadt weitergebaut werde.





