Mein Weg nach Berlin - Hintergründe und meine Motivation

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Hallo liebe Leser,

ich heiße Jörg König und bin 45 Jahre alt. Ich bin seit meinem 14. Lebensjahr süchtig. Es gibt keinen stoffgebundenen Rauschzustand, der mir nicht bekannt ist. Hier auf dieser Seite werde ich mit Hilfe vom Lokalkompass und vom Stadtspiegel versuchen, meinen Suchtverlauf darzustellen. Es ist immer schwierig, nach so einem langen Suchtverlauf in der Realität seinen Platz wiederzufinden. Es wundert nicht, dass meine Gedanken dann oft überlasten. Die Denkweise eines Süchtigen, der aus einer 30-jährigen Suchtkarriere kommt, erschlägt schon oft im Ansatz die Denkweise. Ich habe nun diesen Blog gestartet. Ich möchte hier meine Erfahrungen auf dem Weg nach Berlin zum Bundestag niederschreiben. Es gibt vieles, was meiner Ansicht nach nicht mehr der Zeit entspricht. Ich möchte hier Bilder, erlebte Momente und Erfahrungen, Meinungen sowie Ideen niederschreiben. Wir müssen einfach lernen, in der heutigen Zeit mit dem Thema Sucht anders umzugehen. Das Leugnen führt zu noch geheimnisvolleren Verboten, die unsere Kinder nur noch mehr reizen. Die vernachlässigte Prophylaxearbeit bei Kindern können wir uns heutzutage nicht mehr leisten, da die Computerwelt den heutigen Kids fast alles ermöglicht. Ich möchte hier noch klarstellen, dass ich bis vor acht Monaten durch meinen Suchtverlauf nicht dazu in der Lage war, zu schreiben. Bei all den Suchtarten ist mir die des Methadon- und Tablettenkonsums am schlimmsten in Erinnerung geblieben. Es ist kaum vorzustellen, dass die legalen Stoffe die schlimmsten Suchtformen bieten. Das Bild eines normal Süchtigen wird oft durch die Meinungen der Medien, der Literatur (z.B. Christiane F.), was nicht der Realität entspricht, geprägt. Wir vergessen die Süchtigen, die niemals in Erscheinung treten werden - sei es die Hausfrau, die unter Beruhigungsmitteln und Antidepressiva steht und ihren Stuhlgang durch Abführmittel kontrolliert; sei es der Maler, der es nicht ohne Medikenet schafft, seinen Alltag zu meistern. Es ist heute schwerer, Heroin auf der Straße zu kaufen, als sich beim Arzt die bereits etablierten süchtigmachenden Medikamente verschreiben zu lassen. Ich möchte in den folgenden Posts meine Erfahrungen und die der betroffenen Personen niederschreiben. Ich bedanke mich jetzt schon beim Lokalkompass und dem Stadtspiegel für die freundliche Unterstützung und freue mich auf eure Meinungen, Ideen und Erfahungen, die ihr mir bitte unter folgender Email-Adresse zukommen lassen könnt: joergkoenig3@gmx.de
Ich behandele alles auf Wunsch anonym.
Mit freundlichen Grüßen
Jörg König

(Handy: 0157 35370093)
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