Am 22. November feiert die Kinderoper "Das Gespenst von Canterville" in Gelsenkirchen Premiere

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Das Gespenst von Canterville versucht der amerikanischen Familie Otis das Fürchten zu lehren und stößt dabei an seine Grenzen. (Foto: Pedro Malinowski)

Im Musiktheater wird es ab Samstag, 22. November, schaurig-schön. Dann feiert die Inszenierung des Märchenklassikers von Oskar Wilde „Das Gespenst von Canterville“ im kleinen Haus Premiere.

Regisseur Carsten Kirchmeier hat sich bei der Übertragung der Erzählung aus dem Jahr 1887 in eine moderne Kinderoper relativ nah am Original gehalten. „Die Tatsache, dass das Gespenst in der Geschichte an den Menschen verzweifelt, statt ihnen das Fürchten zu lehren, gefällt mir besonders gut“, sagt Kirchmeier.
Ein paar Unterschiede gibt es allerdings. Im Gegensatz zur Grundlage spielt das Stück in den 1960ern und bei der aus Amerika nach England ausgewanderten Familie Otis, handelt es sich nicht um Botschafter, sondern um Unternehmer, die Haushaltsmittel vertreiben. Außerdem sind statt vier auch nur noch zwei Kinder Teil der Familie, ein Sohn, Washington und eine Tochter, Virginia.

Familie Otis bezieht Geisterschloss


Die Familie Otis bezieht das Schloss Canterville, in dem ein Geist sein Unwesen treiben soll, doch die abgeklärten Amerikaner glauben nicht an Übersinnliches und lassen sich von den Geistergeschichten nicht abschrecken. In jeglicher Hinsicht treffen in der Story zwei völlig unterschiedliche Kulturen aufeinander. Auf der einen Seite die modernen, weltoffenen Amerikaner auf der anderen die prüden Engländer. Die Gesellschaftskritik Oscar Wildes, wird in der Inszenierung durch Kostüm, Bühne und Musik deutlich gemacht.
Während die Amerikaner bunte Kostüme im Stil der 60er Jahre tragen und Musicalnummern aus „Gipsy“ oder „Bye bye Birdie“ zum Besten geben, sind die Engländer, repräsentiert durch die sonderbare Haushälterin Mrs. Umney und den Geist Sir Simon Canterville, graue Gestalten, die musikalisch mit Barockmusik ihr Dasein untermalen. Die musikalische Leitung hat Askan Geisler.
Die gesamte Bühne ist in weiß-schwarz gehalten, nicht schwarz-weiß, darauf besteht Georgios Kolios, zuständig für Bühne und Kostüm: „Es ist wie weißes Papier mit Tusche. Das Bühnenbild ist minimalistisch. Es gibt viele Teile, die im Raum schwimmen und zweideutige Funktionen haben. Und trotzdem ist es saftig und mit hoher malerischer Qualität. Diese gegensätzliche Mischung hinzubekommen war eine große Herausforderung, die wir gemeistert haben.“ Außerdem gibt es noch ein paar geheime Tricks, die bei den Kindern während der Vorstellung den „Wow-Effekt“ auslösen sollen.

Theatervergnügen für Jung und Alt


Das Stück sei auf jeden Fall etwas für die ganze Familie. Während die erwachsenen Gäste tiefer hinter die ironische Fassade blicken können, sind für Kinder vor allem die Überraschungsmomente und der märchenhafte Charakter der Darstellung faszinierend. „Die Jungs stehen auf Washington, die Mädchen auf Virginia“, erzählt Dramaturgin Anna Grundmeier. Eltern müssen auch keine große Sorge vor zu viel schaurigem Spuk haben. „Das Stück ist für Kinder ab fünf Jahren. Sie sollen sich gruseln, aber keine Angst haben. Eine Theaterpädagogin hat sich das Ganze natürlich auch angeschaut und auch beim Testpublikum ist kein Kind schreiend raus gerannt“, so Grundmeier.

Hintergrund:

- Premiere : Samstag, 22. November 2014, 16 Uhr
- Weitere Vorstellungen: 25., 26., 27., 30. November 2014, täglich vom 1. bis 19. sowie am 21. Dezember 2014
- Dauer: 60 Minuten
- Tickets unter Tel. 0209/4097200
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