Mit Volldampf von Moers ins Mittelrheintal: Dampfzugfahrt

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Die Lokomotive mit dem Namen 031010 fährt am 11. August von Moers ins Mittelrheintal. Das Gefährt wiegt 160 Tonnen und hat Räder mit einem Durchmesser von zwei Metern. (Foto: privat)

Als vor wenigen Wochen eine alte Dampflok ihren Weg nach Moers fand, war das Interesse in der Bevölkerung groß. Junge und alte Schaulustige bereiteten dem nostalgischen Gefährt sprichwörtlich einen großen Bahnhof.

Sie bannten den Stopp zwar nicht auf Zelluloid, hielten ihn aber doch mit ihren modernen Digitalkameras ausgiebig fest. Wer den Fototermin verpasst hat, hat dazu bald eine neue Gelegenheit und kann dieses Mal sogar in den Zug einsteigen: Am Sonntag, 11. August, startet die Arbeitsgemeinschaft NostalgieZugReisen eine große Dampfzugfahrt von Moers ins Mittelrheintal.

Lokomotive 031010

Auch dieses Mal wird die ENNI Energie & Umwelt (ENNI) dabei für den Dampf sorgen. Das Unternehmen stiftet das benötigte Wasser und macht den Kessel für die Fahrt voll. Bereitschaftsleiter Georg Wadula, der bereits im Mai den Wasser-Tankwart gab, fiebert dem Einsatz schon entgegen. Schließlich wird die Lokomotive mit dem Namen 031010 dieses Mal mehr als doppelt so groß sein. Das Gefährt wiegt 160 Tonnen, hat Räder mit einem Durchmesser von zwei Metern und einen Wassertank, der 34.000 Liter fasst. Wadula: „Ich freue mich darauf, den Durst der alten Lok über einen unserer Hydranten stillen zu können.“

Rarität Dampflok

Dampfloks sind heutzutage Raritäten. So gehört auch der Moerser Gast zu den wenigen Zeitgenossen, die das Ende des Dampflokzeitalters überlebt haben. Die Lok ist im Besitz des Deutsche Bahn Museums Halle an der Saale. Die Arbeitsgemeinschaft NostalgieZugReisen nutzt diese große Dampflok regelmäßig für Sonderfahrten. So wie jene, die am 11. August in Moers startet und die Gäste in liebevoll restaurierten, nostalgischen Personenwagen wahlweise nach Königswinter oder Rüdesheim führt.

Drachenfels oder Rüdesheim

Wer in Königswinter aussteigt, kann hier den Drachenfelsen mit seiner Burgruine hoch über dem Rheintal erkunden. Wer lieber weiterfährt, besucht bei einem vierstündigen Aufenthalt die Innenstadt von Rüdesheim. „Wir wollen unsere Gäste in eine fast schon vergessene Zeit entführen. Sie können die Landschaft und die vorbeiziehenden Nebelschwaden der Dampflokomotive genießen. Bei uns wird schon der Weg zum Ziel“, verspricht Organisator Mike Rietenberg.

Dass Rietenberg Moers als Startort für die Fahrt ausgesucht hat, kommt nicht von ungefähr. „Bei unserem letzten Besuch sind wir sehr herzlich empfangen worden und beim Wassertanken hat alles optimal geklappt. Deshalb kommen wir gerne wieder“, erklärt der Fachmann, der jede Fahrt bis ins Detail planen und den Verbrauch errechnen muss. „Wie viel Kohle müssen wir schippen? Welche Feuerwehr gibt uns unterwegs Wasser? Das ist jedes Mal eine logistische Meisterleistung“, erklärt Rietenberg. Auf ihrer Tagestour ins Mittelrheintal wird die Lok rund 60.000 Liter Wasser und 15 bis 18 Tonnen Kohle brauchen.

Getankt wird in Moers

Zumindest mit Wasser für die Hinfahrt kann die ENNI dienen. Wie beim letzten Besuch wird Georg Wadula die Lok am Edeka-Zentrallager an der Chemnitzer Straße in Emp-fang nehmen und den Tank mit Hilfe eines rund 160 Meter langen C-Rohrs aus einem Hydranten auffüllen.
Für Georg Wadula heißt es dann „Wasser marsch“ und für die Lok „mit Volldampf voraus“. Weitere Informationen zu der Fahrt und zu den Fahrpreisen gibt es im Internet auf www.nostalgiezugreisen.de oder unter Telefon 02041/3484668.
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