moers festival: 3 Fragen an ... Tim Isfort, künstlerischer Leiter des Festivals

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Führt in diesem Jahr das erste Mal als künstlerischer Leiter das moers festival durch: Tim Isfort. (Foto: moers festival)
Herr Isfort, das Moers-Festival war ein Festival für Moerser. Wie sollen die Moerser wieder mehr ins Festival eingebunden werden?

Isfort: Falsch! Es war immer ein Festival für alle, die sich für das Ereignis interessiert haben, ob Moerser*innen oder Musikfans. Ob wegen der Musik oder des „Dumherums“ - hier ist über Jahrzehnte etwas Einmaliges entstanden, das Moers weltberühmt gemacht hat. Und ohne die Idee des Festivals gäbe es das „Drumherum“ nicht. Aber Sie haben Recht: Durch den notwendigen Umzug in die (akustisch spitzenmäßige) Halle hat der Außenbereich an Flair verloren. Dagegen möchten wir etwas tun - mit einem bunten Festivaldorf, einer Außenbühne, interaktiven Ständen, Angeboten für Kinder mit Eltern, Aktionen und Konzerten im Park und natürlich in der Innenstadt. Und dabei können natürlich die Moerser mitmachen, gestalten, helfen, Flagge zeigen. Also: bitte melden!

Stichwort Sponsoren: Wie soll das Festival zukunftsfähig gemacht werden?

Isfort: Wir denken dieses Jahr vieles neu, überprüfen jede Ausgabe und stellen ein paar perspektivische Weichen. Das Programm in der Festivalhalle muss höchsten Ansprüchen gennügen, wir zeigen auch dieses Jahr die absolute Spitze aus dem musikalischen Koordinatensystem, das Moers über die Jahrzehnte groß gemacht hat. Da reicht ein Blick auf das Programm. Auf der anderen Seite glaube ich, dass man ein solches Festival auf lange Sicht nicht erfolgreich führen kann, wenn man nicht den Rückhalt in der Stadt hat. Deswegen gehen wir offensiv in die Stadt, mit neuen Reihen wie „moersify!“ - das sind kleine Guerillakonzerte in Ladenlokalen, im Einzelhandel. Oder mit vielen neuen Spielorten in der City, offenen Diskussionen - das meiste in kostenfrei! Und wir beziehen möglichst viele Menschen, Institutionen, Schulen usw. mit ein. 2018 sicher noch intensiver, als wir es jetzt schaffen konnten.

Machen Sie in wenigen Sätzen Appetit auf das diesjährige Festival.

Isfort: Die Sonne scheint, Riesenmarionetten laufen durch die Innenstadt und den Park, begleitet von Blechbläsen aus dem Kongo und Deutschland, im Park gibt es Lagerfeuerkonzerte und Open-air Partys, kleine „Woodstocks“, Picknickdecken nicht vergessen! Zum Festivalgelände geht’s per Fahrrad oder Pferd. Dort: Streetfood, Alternatives, Skurriles, Mitmachstände und Musik. Tagesticket ausprobieren: kann ja gar nicht sein, dass man bei diesem Programm nichts für sich findet (meistens sind ja die unbekannten Namen die Überraschungen - und übrigens: ich bin auch schon bei einigen Konzerten rausgegangen…). Und später in der Innenstadt: Nachtkonzert, moers sessions und Bierchen mit einem Musiker aus New York, Rekjavik oder Berlin.


Mehr zur jüngsten Pressekonferenz zum moersfestival, den Neuigkeiten zum Programm und überhaupt: hier
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