Moerser Wahrzeichen öffnet wieder: Ab ins Schloss!

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Hereinspaziert: Das Moerser Schloss eröffnet wieder. (Foto: pst)

„Wir freuen uns, dass wir den Moersern das Schloss wieder zur Verfügung stellen können“, sagte der Erste Beigeordnete und Kulturdezernent Hans-Gerhard Rötters bei der Programmvorstellung zur Schlosseröffnung. Das Moerser Wahrzeichen öffnet mit einem Festakt und dem Schlossfest Sonntag, 8. September, ab 11 Uhr endlich seine Pforten.

Vom Montag, 9., bis Sonntag, 15. September, gibt es in der Festwoche ein abwechslungsreiches Programm: Römer campieren am Schloss, Musiker geben Konzerte, das Schlosstheater veranstaltet Workshops und natürlich gibt es Angebote zur Geschichte des Schlosses und der ehemaligen Grafschaft Moers.

Lichtshow und Fassadenvideoprojektion

Jeder Tag steht unter einem bestimmten Motto beziehungsweise beleuchtet eine bestimmte Epoche. Mit einer Lichtshow und Fassadenvideoprojektion beleuchten Künstler aus ihrer Sicht die Vergangenheit.

Mit der Schlosseröffnung präsentiert sich auch das Grafschafter Museum teilweise neu: Neue Dauerausstellungsabteilungen warten auf die Besucher - und Gräfin Walburgis alias Schauspielerin Eva Müller. Sie führt als 3D-Projektion durch das Schloss. Auch mit dabei: Schlosspark-Hase Moritz von Oranien und seine Freunde.

Neues Schloss, altes Schloss

Die Moerser warten schon gespannt auf die Neueröffnung: „Wir merken, dass die Neugier auf die neuen Räume sehr groß ist. Deshalb haben wir uns auch zu einer großen Eröffnung entschlossen“, erläuterte Museumsleiterin Diana Finkele. Neben den neuen Möglichkeiten der musealen Präsentation gefällt der Museumschefin besonders die gelungene Kombination aus dem Neubau und dem alten Schlossteil. Die erste Sonderausstellung ist ein Projekt aus dem Kulturrucksack NRW. Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule präsentieren im Rahmen von „Voyager Mission Moers“ Objekte, die sie repräsentativ für Moers halten. Für die Sanierung und den Neubau war das Zentrale Gebäudemanagement der Stadt Moers in Zusammenarbeit mit dem Architekten Rainer Ticheloven zuständig.

Überraschungen bei der Sanierung

Seit dem Beginn der Arbeiten im Jahr 2009 sind die Fachleute auf einige Hürden gestoßen, wie beispielsweise der Fund eines alten Fluchtgangs unter dem Foyer, verschiedene Hohlräume oder Holzwurm und Hausschwamm im Turmbereich. Eine sehr positive Überraschung war der Fund eines Lehmkuppelofens, der nun im Neubau zu sehen ist.

Die Stadt Moers hat für den Altbau circa 1,877 Millionen Euro und für den Anbau rund 4,158 Millionen Euro investiert. Rund 3,2 Millionen Euro haben der Bund und das Land NRW aus der Städtebauförderung für den Erweiterungsbau zur Verfügung gestellt. Zudem gab es von der Arbeitsverwaltung rund 980.000 Euro für eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme mit langzeitarbeitslosen Jugendlichen.

Das komplette Festprogramm ist auf www.moers.de oder im gedruckten Festprogramm nachzulesen.
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