Neues kommt von Neugier

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Pia Filomena Walczak und Michelle Börner. (Foto: Unternehmerschaft Niederrhein)
 
Leon Klose und Dominik Terze. (Foto: Unternehmerschaft Niederrhein)

Seit 1995 organisiert die Unternehmerschaft Niederrhein den Wettbewerb „Jugend forscht“ am Niederrhein. Bei dem bekannten Wettbewerb, der es Jugendlichen
ermöglicht mit Beiträgen aus den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo/Raumwissenschaften, Mathe/Informatik, Technik und Physik anzutreten, gibt es zwei Alterssparten: Einmal die Kategorie bis 14 Jahren, die unter „Schüler experimentieren“ antreten und einmal die 15 bis 21-Jährigen die unter der Kategorie „Jugend forscht“ antreten.

Für die Unternehmerschaft Niederrhein bedeutet dieser Wettbewerb „unsere Aktivitäten auch auf die jungen Leute selbst auszudehnen – und hier vor allem im technischen Bereich, weil dort viele junge Leute Vorbehalte und Hemmungen haben und andererseits unsere Mitgliedsunternehmen gerade in diesem Bereich qualifizierten und motivierten Nachwuchs brauchen“, so Astrid Holzhausen von der Unternehmerschaft Niederrhein.

Durch die Motivation der Unternehmerschaft Niederrein haben sich 412 Jugendliche in diesem Jahr wieder an dem Regionalwettbewerb beteiligt. Letzte Woche war es soweit und die Schüler konnten ihre Arbeiten im Seidenweberhaus in Krefeld präsentieren. Aufgrund der Vielzahl der Einsendungen musste in diesem Jahr sogar noch zusätzlich auf das naheliegende Theater ausgewichen werden.

Die Beiträge der Schüler waren buntgemischt. So präsentierten zum Beispiel Pia Filomena Walczak und Michelle Börner vom Gymnasium Rheinkamp in Moers ihr Projekt zum Thema „Sind Kinderspielplätze wirklich geeignet für die Bewegungsentfaltung von Kindern?“ im Fachbereich Biologie. Die beiden haben sich neun Spielplätze in den Moerser Stadtteilen Utfort, Meerbeck und Repelen näher angeschaut und ein Ranking erstellt, welcher Spielplatz am besten aufgestellt ist. Als Kriterien dienten für die beiden, welche Spielgeräte vorhanden sind und ob zudem die wichtigsten Spielgeräte, zu denen Wippe, Rutsche, Schaukel und ein Klettergerüst zählen, vor Ort sind. Die Ergebnisse fielen sehr unterschiedlich aus: „Die Spielplätze in Utfort haben am besten abgeschnitten. Die in Repelen am schlechtesten, das liegt aber schon daran, dass an einem der untersuchten Spielplätze gar keine Spielgeräte mehr vorhanden waren.“ Um die Vorteile der Nutzung eines Spielplatzes zu untersuchen, haben Michelle und Pia Filomena mit einem Sportlehrer gesprochen. Dieser erklärte ihnen, dass insbesondere die vier wichtigsten Spielgeräte sämtliche Muskelgruppen beanspruche und so gegen Haltungs- und Wirbelsäulenschwächen helfen könne.

Ebenfalls vom Gymnasium Rheinkamp kamen Max Overlack und Wiebke Scholz. Die beiden präsentierten ihre „aufmerksame Tür“ im Fachbereich Technik und wurden dafür sogar mit einem ersten Preis ausgezeichnet. Max erklärt die Idee des Projekts: „Man vergisst ja mal gerne seinen Schlüssel im Schloss. Wir haben uns überlegt, wie man daran erinnert werden kann.“ Im Rahmen eines Wahlpflichtfachs, das am Gymnasium Rheinkamp angeboten wird, entwickelten die beiden Schüler ein Türsystem, welches durch ein Signal daran erinnert, dass der Schlüssel noch im Schloss steckt. Ein halbes Jahr haben die Schüler an diesem Projekt gearbeitet und dürfen jetzt zum Landeswettbewerb reisen, um dort ihr Projekt vorzustellen und gegen andere Schüler anzutreten.

Der erste Platz im Fachbereich Technik ging auch an Dominik Terze und Leon Klose vom Georg-Forster-Gymnasium in Kamp-Lintfort. Die beiden Technikbegeisterten Jungen entwickelten eine Möglichkeit, wie ein Hologramm mittels einer Nebelwand erstellt werden kann. Bei diesem Experiment wird Nebel durch ein Rohrleitungssystem durchgeleitet. Da der Lichtstrahl vom Beamer von den Wassertröpfchen gebrochen wird, ist der Nebel nicht sichtbar, aber die Projektion.
Ergebnis: Ein sichtbares Hologramm. Ein Jahr haben Dominik und Leon an diesem Projekt gearbeitet und dafür viel Freizeit investiert. Neben den Räumlichkeiten, die sie von der Schule zur Verfügung gestellt bekommen haben, war die Hochschule Rhein Waal auch eine große Hilfe für die beiden jungen Forscher. Mittels des Projekts FABLAB ist es Forschern möglich, sich eigene Geräte von der Hochschule auszuleihen, um so Forschungen zu betreiben.

Vom 14. bis 16. März können alle Regionalsieger ihr Können beim Landeswettbewerb in Leverkusen zeigen. Für die Besten des Landes wird es dann vom 26. bis 29. Mai zum Bundeswettbewerb nach Paderborn gehen. Wir bleiben dran, wie weit es unsere Sieger aus dem Kreis Wesel noch schaffen werden.
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