Das Herz spielt die Musik: Melanie Funke startet als DJane durch

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DJ Meela bei der Arbeit im Ali&Rick. (Foto: Heike Cervellera)

Nach 20 Jahren hat sie das Tanzen an den Nagel gehangen. Der Musik will Melanie Funke aber weiterhin treu bleiben. Jetzt als DJane.

Massen von Menschen bewegen sich zu ein- und derselben Musik. Körper bewegen sich im Takt und Hände werden in die Höhe gerissen. Kaum ein Beruf ist in den letzten Jahren so angesagt geworden, wie der des DJ’s. Wenn David Guetta auftritt, füllt er riesige Hallen und auch die Deutschen müssen sich mit Felix Jahn nicht hinter der internationalen Elite verstecken. Einfach nur ein bisschen Musik auflegen? Etwas mehr bedarf es dafür schon. Und die Moerserin Melanie Funke möchte genau das lernen.

Angefangen hat alles aber ganz anders: „Mein Vater war Musiker und ich habe früh angefangen, verschiedene Instrumente zu spielen.“ Schlagzeug, Orgel, Blockflöte – für Funke alles keine unbekannten Instrumente. Richtig Feuer gefangen hat sie aber mit sechs Jahren beim KG Fidelio. Das Tanzen hatte es ihr angetan und sollte auch von da an, ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens bleiben: „Später habe ich beim MSV Duisburg als Cheerleader gearbeitet und seitdem ich 18 bin, bin ich hauptberuflich als Tänzerin unterwegs.“ Gesehen hat Funke in den folgenden 20 Jahren viel: „Ich habe viele Fernsehauftritte gehabt, habe für Loona oder Scooter getanzt – das Tanzen war meine Art, der Musik treu zu bleiben.“

Irgendwann standen für Funke aber andere Dinge im Vordergrund: „Es passt irgendwie nicht, eine 15-jährige Tochter zu haben und dann noch als Tänzerin auf der Bühne zu stehen. Außerdem ist das nun mal kein Beruf, den man mit 60 noch ausüben kann.“ Seit vier Jahren arbeitet Funke deshalb als Assistentin einer Geschäftsführung. Die Musik blieb trotzdem weiterhin ihr großes Hobby. Vor zwei Jahren kam dann der Augenblick, der Funke zum Auflegen brachte: „Ich habe eine Reportage über eine DJane in Dubai gesehen und gedacht ‚das kann ich auch‘.“

Erstmal ging es darum, so berichtet Funke, den Beat zu lernen und das Gehör zu schärfen, um zwei Tracks aufeinander abstimmen zu können. Die Moerserin nahm Unterricht bei dem DJ Kevin Kraft, denn „wenn ich etwas mache, dann mache ich es auch bewusst und mit vollem Herzen.“ Ihren ersten Auftritt hatte die Newcomerin, die Deep House und Tech House auflegt, beim Food Fest in Köln: „Ich war so nervös, dass ich Kevin fragte, warum wir denn zwei verschiedene CDs hätten, obwohl das ja immer der Fall ist“, lacht die Moerserin. Trotz ihrer Nervosität klappte der erste Auftritt und Funke wusste „das ist genau meins.“

Als sie dann sah, dass in der Moerser Innenstadt ein neuer Laden namens Ali&Rick aufgemacht hat, gab Funke einfach mal ihre CD ab: „Es ist gar nicht so einfach als Newcomerin genommen zu werden.“ Auf Kontakte will Funke sich aber nicht beruhen. Sie möchte es selbst schaffen, auch wenn das bedeutet „erst einmal ohne Gage aufzulegen.“ Funke ist sich sicher, das Richtige für sich gefunden zu haben: „Durch meine Erfahrungen in dem Business weiß ich natürlich, wie Vieles abläuft und das es manchmal dauern kann, bis man Jobs bekommt. Die Musik und das Nachtleben ist aber einfach mein Herz.“

Natürlich hätte Funke auch nichts dagegen, irgendwann in den großen Clubs aufzutreten, wo zahlreiche Menschen stehen und zu ihrem Beat feiern, tanzen und sich bewegen. Denn „hierbei spielt einfach das Herz die Musik.“
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