„Die Leute sollen sich beömmeln dürfen“ - Detlef Steves' Buch zu gewinnen

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Detlef Steves präsentiert sein Buch "Ich scheiß auf Winkel". (Foto: Heike Cervellera)

Im Fernsehen kommt der Moerser stets leicht cholerisch rüber. Aber auch authentisch. Kann dieser Ton in einem Buch wiedergegeben werden? Und ist das wirklich typisch Deffi, was man da zu lesen bekommt?

Bereits beim Interview Anfang Februar sagte Steves, das es ihm vor allen darum gehe, die Leute zu unterhalten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ich bin also gespannt, als ich das Buch auf einer Zugfahrt aufschlage, ob ihm das gelingt. Nach den ersten Seiten wird deutlich „Das ist Deffi“. Der Ton, den der Moerser zusammen mit seinem Ghostwriter getroffen hat, passt.

Steves sieht sich nicht als Promi, wie er im zweiten Kapitel erklärt: „Ich mag auch nichts davon hören, das ich ein Promi sei (…) Was ist ein Promi? Ist Boris Becker einer?“ Im weiteren Verlauf geht er auf die Besenkammeraktion ein und sagt „Wenn es danach geht, kenne ich in meinem Umkreis 20 andere, die ebenfalls Promis sind“. Wäre das also geklärt.

Im Buch geht Steves auf seine verschiedenen Stationen beim Fernsehen ein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf ‚Detlef muss reisen‘, aber auch auf seinen beruflichen Werdegang, bevor er im Fernsehen war. So erfährt der Leser von seinem ‚Baby‘ dem ‚Ici Paris‘ am Moerser Bahnhof. Steves lässt aber auch die schwierigen Zeiten nicht außen vor: „Ich hatte immer gearbeitet (…) war immer irgendwie klar gekommen, aber kaum habe ich 5 Mark mehr als sonst in der Tasche, überkommt’s mich“. Ehrliche Worte.

Steves geht aber noch weiter zurück in seine Vergangenheit. Seiner Kindheit widmet er ebenfalls einige Kapitel und macht ohne Umschweife deutlich, wie sein Verhältnis zur Schule war: „Ich weiß nicht, ob ich das betonen muss, aber für die Schule war ich nicht geschaffen. Ich hatte ein Abo beim Rektor.“

Die Schwierigkeiten, die er bei ‚Detlef muss reisen‘ empfand, nämlich, dass er seine Frau Nicole verlassen musste und zudem die Stadtgrenzen von Moers, ziehen sich durch das ganze Buch. In fast jedem Kapitel wird deutlich: Hier liebt jemand seine Frau und auch seine Heimat. Zu Beginn des Buches beschreibt er Moers als die Stadt „wo es einem an nichts fehlt.“ Eine Ode an Moers.

Am Ende des Buches habe ich einiges erfahren, was ich vorher nicht wusste. Zum Beispiel das sein Redakteur Daniel früher bei ihm im ‚Ici Paris‘ gearbeitet hat. Ich hab vielleicht kein literarisches Meisterwerk gelesen, aber ich habe mich beömmelt und die restlichen Zuggäste mit meinem Lachen gleich mit dazu.

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