Foto eines ermordeten Kindes im Netz: Geht das zu weit?

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Foto: Screenshot Google Maps
Ein Vater entdeckte auf einem Satellitenbild von Google-Maps den Leichnam seines ermordeten Sohnes. So weit, so schlimm. Das Foto geistert nun durch Internet-Portale.

Das bislang ungeklärte Verbrechen hatte sich bereits im Jahre 2009 in kalifornischen Richmond in einem Industriegebiet ereignet. Der Vater des erschossenen 14-Jährigen entdeckte das Satelitenbild kürzlich auf Google Maps: Zu sehen ist der Mordschauplatz samt am Boden liegendem Jungendlichem und einem Ermittlungsteam mit Polizeiwagen! Der geschockte Vater informierte den Google-Konzern und bat darum, das Foto zu entfernen. Bislang geschah dies aus "technischen Gründen" nicht. Am Rande: Bereits im Jahre 2012 war eine Meldung aufgetaucht, die über das Foto des Verbrechens berichtete. Das ist der erste Gau.

Der zweite ist: Die meisten ausländischen Medien veröffentlichten das Satellitenfoto des Mordschauplatzes in deren Berichterstattung entweder gar nicht oder in der Weise, dass der Bereich, der den Körper des ermordeten Jungen abbildet, unkenntlich gemacht worden war. Einige deutsche Internet-Portale nahmen keine Unkenntlichmachung vor und stellten das komplette Foto ins Netz! Das ist zutiefst geschmacklos, reißerisch und geht gar nicht. Willkommen schöne neue Technologie-Welt!



Info:


In Googles Firmengeschichte hatte es einen vergleichbaren Fall noch nicht gegeben. Google hat noch nie den Austausch eines Satellitenbildes beschleunigt und hat vor, diesmal eine Ausnahme zu machen. Das Foto des ermordeten Jungen soll innerhalb einer Woche aus der Datenbank verschwinden.
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Norbert Spittka aus Bochum | 20.11.2013 | 15:16  
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