Stadtteil der Vielfalt

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Rainer Staats (links) und Karl-Heinz Theußen im Gespräch über das Projekt Neu:Meerbeck. (Foto: Heike Cervellera)

Die Verkündung, dass die Stadt Moers mit der Bergarbeitersiedlung in das Projekt „InnovationCity roll out“ aufgenommen wird, ist „wie ein Sahnehäubchen“, so Karl-Heinz Theußen. Angefangen hat aber alles mit dem Integriertem Handlungskonzept Neu:Meerbeck.

Meerbeck. Es gibt kaum einen Stadtteil in Moers, der so stark polarisiert. Es gibt aber auch nicht viele Stadtteile, die so viel Vielfalt zu bieten haben. Um diese Vielfalt auch weiter zu gewährleisten und die Attraktivität des Stadtteils zu erhöhen, ist 2014 das Integrierte Handlungskonzept Neu:Meerbeck entstanden. Federführend für das Projekt sind Karl-Heinz Theußen vom sci:moers und Rainer Staats vom Wohnungsbau der Stadt Moers: „Direkt von Anfang an war aber auch klar, dass die Stadt die politischen Beschlüsse weiter machen soll. Die Zusammenarbeit klappt sehr gut“, berichtet Theußen.

Neu:Meerbeck, weil Meerbeck „mehr ist, als die Bergarbeitersiedlung“, so Theußen. Insgesamt handele es sich um 14.500 Bewohner auf 250 Hektar. Deswegen auch der Projektname Neu:Meerbeck. Theußen sitzt mit dem sci:moers seit 1979 genau vor Ort und hat mitbekommen, wie sich der Stadtteil entwickelt hat: „Das soziale Gefüge hat sich in den letzten Jahren verändert. Mit dem Projekt Neu:Meerbeck soll eine größere soziale Mischung erzielt werden.“

Ein besonderes Projekt im Integriertem Handlungskonzept Neu:Meerbeck, ist die Grüne Mitte rund um die Barbarastraße und das Rheinpreußenstadion: „Das Rheinpreußenstadion hat den Charakter eines vergessenen Hinterhofs“, so Theußen. Das soll mit dem Handlungskonzept geändert werden: „Das Stadion wird zu einem Bürger- und Sportpark!“ Und nicht nur die Sportler, die dort tagtäglich trainieren, sind froh über diese Entwicklung. Auch die Identifikation der Bewohner mit ihrem Stadtteil sei groß, berichtet Theußen. Auch Staats kann das bestätigen: „Insbesondere die Möglichkeit eine Wohnung mit Einfamilienhauscharakter und Garten zu mieten, ist für viele reizvoll“. Theußen fügt weiter hinzu: „Viele, die hier aufgewachsen sind, wollen wieder zurück. Sie haben nostalgische Kindheitserinnerungen an die Zeit in Meerbeck und suchen sich deshalb bewusst wieder hier eine Wohnung.“

Diese Wohnungen müssen aber natürlich auch den neusten Bestimmungen entsprechen. Die Wohnqualität sei hoch, berichtet Staats, obwohl ein Großteil der Wohnungen im Zustand von 1904 sind: „Es muss überlegt werden, wie die äußere Fassade und der damit einhergehenden Charme beibehalten und trotzdem die Wohnungen energetisch besser gemacht werden kann“. Und hier liege die Überschneidung mit dem neuen Projekt „InnovationCity roll out“, das „wie ein Sahnehäubchen oben drauf kommt“, so Theußen.

Der Prozess werde mit Sicherheit acht bis zehn Jahre dauern, erklärt Theußen. „Es bringt aber auch nichts, wenn man anfängt und dann merkt, dass es nicht wird“, stellt Staats klar. Im nächsten Jahr soll es aber einen Entwicklungsschub geben: Ein Quartiersmanagement für Meerbeck ist geplant, genauso wie die ersten Schritte Richtung Grüne Mitte und der Beginn des neuen Projekts „InnovationCity roll out“. Es bleibt also mit Spannung abzuwarten, was in den nächsten Jahren noch alles in Meerbeck passiert.
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