Die Zugstrecke von Essen nach Düsseldorf war durch umgestürzte Bäume blockiert, ebenso lahmgelegt: die Verbindung zwischen Essen und Duisburg. Auch die A 40 war zeitweise wegen Hochwassers in Teilabschnitten (zum Beispiel bei Mülheim) kaum befahrbar. Und etliche Keller wurden überschwemmt - die Feuerwehren waren im Dauereinsatz.
Wo es am Schlimmsten war erfahren Sie in folgendem Bericht.
Kreis Wesel: Ein Mädchen, dass mit ihrem Rad unterwegs war, wurde durch Äste schwer verletzt und musste in ein Krankenhaus geflogen werden. Auf der A 3 von Emmerich Richtung Hünxe ist derzeit ein 15 Kilometer langer Stau wegen umgestürzter Bäume. Die Bahnverbindungen Richtung Oberhausen, Hamminkeln und Meerhoog sind auch vom Unwetter heimgesucht worden.
Geldern: Weil umstürzende Bäume Oberleitungen mitgerissen haben, sind tausende Haushalte seit Stunden ohne Strom. Die Kreispolizei registrierte innerhalb kürzester Zeit 400 Einsätze
Moers: In Moers hat der Sturm das Dach eines Praktiker-Baumarktes abgerissen. Fünf Menschen wurden verletzt, zehn Autos demoliert. Das Dach liegt jetzt etwa 100 Meter entfernt auf dem bachbarten Parkplatz eines Discouters. Durch den Sturm stürzte zudem die erste Etage des Baumarktes ein. Da diese zurzeit nicht genutzt wird, wurde dort niemand verletzt.
Herne: Ein Bauarbeiter wurtde hier von einer Mauer begraben und schwebt in Lebensgefahr.
Gelsenkirchen: Ein Straßen-Eiscafé wurde völlig zerstört.
Raum Aachen: Ab 11:00 Uhr ging es Schlag auf Schlag. Mit dem aufziehenden Unwetter liefen bei der Leitstelle der Polizei in Aachen die Telefone heiß. 60 Mal in der darauf folgenden Zeit ging es ausschließlich ums Unwetter. Menschen aus der Region meldeten umgestürzte Bäume, umherfliegende Mülltonnen, fliegende Zelte, Stromkabel und Äste auf den Strassen. Die meisten Einsätze musste die Feuerwehr in Aachen fahren. Zwei Leichtverletzte gab es hier durch fliegende Werbetafeln und fallende Äste.
Kölner Raum: Auf den A1 zwischen Köln-Bocklemünd und Kreuz Köln-West und A57 bei Krefeld in Richtung Köln gibt es massive Behinderungen durch herabgefallene Äste und Gegenstände auf der Autobahn. Auch auf der A 4 zwischen Aachen und Köln sind Bäume umgefallen und Gegenstände fliegen von Sturmböen getrieben auf die Fahrbahn. Wie der WDR berichtet, wurde ein Auto von einem umgeknickten Baum getroffen. Einzelheiten sind noch nicht bekannt.Eine 54-jährige Rollerfahrerin hat in einer Unterführung Schutz vor dem Unwetter gesucht und sich dort untergestellt. Die Frau war von einem Lastwagen erfasst worden, als sie mit ihrem Roller am Fahrbahnrand stand. Die Rollerfahrerin starb trotz notärztlicher Versorgung noch am Unfallort.
Kreis Düren: Hagelkörner mit einem Durchmesser von über drei cm sind hier gefallen. Die Rurtalbahn meldet Verspätungen wegen umgestürzter Bäume auf der Strecke. In Düren musste ein Bauarbeiter mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Auf einer Baustelle wurde er von einem Wellblechdach getroffen auf den Boden geschleudert.
Duisburg: Am Duisburger Hauptbahnhof geht nichts mehr: Wegen Oberleitungsschäden fahren keine Züge. Der Bahnhof liegt still.
Neuss: Durch den Sturm ist in Neuss ein Baum auf eine Hochspannungsleitung gestürzt. Eine Regiobahn steht dort still. Die Fahrgäste können nicht aussteigen, da der Weg versperrt ist.
Mönchengladbach: Hier ist es gegen 11.30 Uhr stürmisch. Der Himmel wurde binnen weniger Minuten grau, fast schwarz, der Wind wirbelte Staub, Pappe und kleine Äste auf, Bäume bogen sich.
Düsseldorf: ein Baum stürzte auf die Fahrbahn, blockiert auch die Trasse der Rheinbahn. Auf der A 52 liegt vor dem Rheinallee-Tunnel ebenfalls ein Baum quer auf der Fahrbahn, der Verkehr staut sich über mehrere Kilometer. In einem Wald in Lörick meldet die Feuerwehr eine schwer- und eine leichtverletzte Person. Eine Windhose soll laut Augenzeugen über den Stadtteil gezogen sein - Polizei und Feuerwehr bestätigen dies nicht.
Krefeld: In Krefeld wurde es pechschwarz. Der plötzlich aufkommende Sturm wehte Fahrräder, Werbetafeln und sogar Motorräder um und schob Zweige und Blätter vor sich her. Obwohl es nur kurze Zeit dauerte, hat das Unwetter in Krefeld zahlreiche Spuren hinterlassen. An der Kreuzung Hülser Straße / Birkschen Weg wurde die Oberleitung beschädigt. Die Kreuzung ist noch bis zum Nachmittag gesperrt. Auch die Bahnstrecke zwischen Krefeld und Mönchengladbach ist voraussichtlich bis zum späten Nachmittag nicht befahrbar. Züge werden umgeleitet. Es muß mit erheblichen Verspätungen gerechnet werden.
Bei uns in Ossenberg, kam der Sturm "wie eine schwarze Wand" auf uns zu. Binnen 5 Minuten vom strahlenden Sonnenschein bis zu Starkregen und Orkanböen. Mülltonnen flogen, Äste brachen. Unser Garten sieht aus, als hätte dort eine Bombe eingeschlagen.
Laut Wetterdienst müssen auch der weitere Kreis Wesel (hier z.B. Schermbeck, Xanten), der Kreis Kleve (u.a. Straelen, hier gabs Sturmböen bis 113km/h, Kevelaer) und die Kreise Steinfurt und Borken eine Menge abbekommen haben.
Für NRW gilt: Die Polizei rät allen Autofahrern zu einer vorsichtigen Fahrweise. Auf der A44, der A4 und der A61 sind Bäume umgestürzt und liegen auf der Fahrbahn. Polizei und Feuerwehr sind im Einsatz, um die Straßen wieder freizuräumen.
Ein Trost geht mit den Unwettern einher: Eine deutliche Abkühlung und die Aussicht auf frische Luft und eine ruhige Nacht. In den Gewittern wird die Luft bereits auf 18 Grad abkühlen und in der Nacht liegen die Temperaturen in den Innenstädten bei 17 Grad und in den restlichen Landesteilen zwischen 13 und 16 Grad.
IQuelle u.Infos aus Unwetterzentrale.de, RP, Kreispolizei Wesel, der Westen.de
die aktuelle Wetterlage unter www.unwetterzentrale.de/uwz/index.html










