Bücherei Vluyn vor der Schließung?

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Ist in der Bücherei Vluyn bald Ausverkauf? Foto: privat

In einem offenen Brief macht der Heimat- und Verkehrsverein Vluyn jetzt das Thema "drohende Schließung der Bücherei in Vluyn" erneut zum dringlichen Thema.

"Schon Anfang des Jahres hatten wir uns an die Fraktionen gewandt und sowohl die bildungspolitische Bedeutung als auch die Bedeutsamkeit der Bücherei für eine Zentrenfunktion deutlich angesprochen", so Hans Delihsen, 1. Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins Vluyn. "Leider haben sich die Fraktionen uns gegenüber nicht eindeutig positioniert; stattdessen finden überfraktionelle Abstimmungsgespräche unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Aus den bisher veröffentlichten Unterlagen der Stadt Neukirchen-Vluyn sind leider auch nicht die politisch gewollten Bildungsziele ersichtlich.

"Schleichendes Ausbluten"



Der Heimat- und Verkehrsverein befürchtet, dass die zum Beispiel auch im Einzelhandelskonzept beschriebenen Erfolgsfaktoren für Stadtteilzentren einfach ignoriert und einer kurzfristig orientierten Ausgabenpolitik geopfert werden. "Das 'schleichende Ausbluten' eines urbanen Zentrums ist irgendwann nur mit sehr großem finanziellen Aufwand aufzufangen (Beispiel 'Integriertes Handlungskonzept für das Dorf Neukirchen': circa 7,5 Millionen Euro Steuermittel, davon circa 2,3 Millionen Euro Mittel der Stadt Neukirchen-Vluyn)."
Der durch „auswärtige“ Nutzer indizierte wirtschaftliche Nutzen für die Geschäftswelt und die Stadt Neukirchen-Vluyn scheine vollständig negiert zu werden.

Dialog mit Bürgern gefordert

"Wir befürchten, dass die in Vluyn wohnenden Kinder und Jugendlichen zukünftig in ihren Chancen beeinträchtigt werden. Das Argument der Erreichbarkeit eines verbleibenden Standortes in Neukirchen mit dem Auto trifft für diese Zielgruppe nicht zu und ist auch nicht umweltorientiert. Es bleibt weiterhin ein zentraler Büchereistandort in Vluyn für diese Nutzergruppe und für mobilitätseingeschränkte Mitbürger erforderlich."
Der Heimat- und Verkehrsverein Vluyn fordert daher die politischen Vertreter und die Verwaltung auf, die immer wieder öffentlich bekundete Bereitschaft zum Dialog mit den Bürgern hier zu erfüllen: "informieren Sie offen über die Überlegungen und Ziele, erfragen Sie die Meinung der Bürger vor einer Entscheidung und setzen Sie dann auch die Meinung der Bürger um."
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