Ihre RegionMoersPolitikEltern und Anwohnerinitiative alarmieren Bürgermeister mit 380 Unterschriften: Zu wenig Kita-, Schul- und OGATA-Plätze im Quartier
Eltern und Anwohnerinitiative alarmieren Bürgermeister mit 380 Unterschriften: Zu wenig Kita-, Schul- und OGATA-Plätze im Quartier
Moers: Meerbeck-Ost | Am kommenden Mittwoch, 16. November, werden der Vorsitzende der Schulpflegschaft der Eichendorffschule, Jens Renner und der Sprecher der Anwohnerinitiative Meerbeck-Ost/Hochstraß, Christian Voigt, dem Moerser Bürgermeister Norbert Ballhaus 380 Unterschriften besorgter Eltern und Anwohner überreichen. Geplant ist auch, dass Kinder diesen Termin mit Briefen und Bildern für den Bürgermeister begleiten. Denn im Wohngebiet zwischen Forst-, Römer- und Westerbruchstraße gibt es nicht ausreichend Kita-, Schul- und OGATA-Plätze (Offener-Ganztagsbetreuung) für die Kinder. Schon jetzt finden viele Kinder keinen Platz in einer der 2 Kitas vor der Haustüre und für das kommende Schuljahr 2012/13 werden die ersten Kinder, wahrscheinlich 10 bis 15, wegen der überhöhten Anmeldezahlen der örtlichen Eichendorff-Grundschule eine Ablehnung erhalten. Des weiteren reicht der in 2008 drei-gruppig gebaute OGATA-Bereich nicht aus, da schon in diesem Schuljahr die 5. Gruppe für die 110 angemeldeten Kinder zusätzlich genehmigt wurde und ein Klassenraum und die Aula doppelt genutzt werden müssen: Morgens als Unterrichtsraum und nachmittags für die Ganztagsbetreuung. „Das ist eindeutig eine Qualitätssenkung der Schule, die einen guten Ruf genießt“ so Voigt.
Für die Familien, die keine Betreuungsmöglichkeiten im Wohnbereich erhalten haben, bedeutet dieses tägliche Fahrten in benachbarte Stadtteile, um ihre Kinder gut versorgt zu wissen. Gute Organisation des täglichen Familienlebens, erhöhte Kosten durch die zusätzliche Fahrerei und wenige Sozialkontakte im direkten Wohnumfeld sind für diese Kinder und ihre Familien die Nebenfolgen. Diese Situation ist in Moers einmalig, da die Geburtenrate wie in allen anderen Städten auch sinkt. Die Bürger des Quartiers im Moerser Osten erwarten aber für die Zukunft eine weitere Verschlechterung der Betreuungssituation ihrer Kinder, da das Neubaugebiet mit 450 Häusern derzeitig erst knapp zur Hälfte fertiggestellt ist, und im alten Wohnbereich mit geschätzten 1700 Haushalten der Generationswechsel einsetzt. Im Aufruf zur Unterschriftenaktion schrieb die Schulpflegschaft und Anwohnerinitiative: "Wer ein großes Neubaugebiet ausweist und damit junge Familien anziehen und an die Stadt binden möchte, muss auch die entsprechende Infrastruktur schaffen." Da her bittet man nun den Bürgermeister um seine Unterstützung bei der Lösung dieses Versorgungsproblems, welches nach Ansicht von Jens Renner und Christian Voigt durch Fehlprognosen in der Jugendhilfe- und Schulbedarfsplanung zustande kam. Denn in 2006 seien für das Schuljahr 2011/2012, in dem eigentlich auch das Neubaugebiet fertiggestellt werden sollte, etwas über 120 Schulkinder vorausgesagt. "Heute hat die Eichendorffschule mehr als doppelt so viele Kinder, genau 256 Schüler", weiß Renner zu berichten und Voigt fügt hinzu, dass man bei der 2006-er Prognose die Zuzüge im Neubaugebiet nicht berücksichtigt haben muss.
Neben der Unterschriftenübergabe an den Bürgermeister Ballhaus lädt das Aktionsbündnis aus Anwohnerinitiative und Schulpflegschaft alle Eltern und Anwohner am Montag, 21.11. ab 19 Uhr zu einer Informationsveranstaltung ein. Thema des Abends in der evgl. Kirchengemeinde Hochstraß, Jüchenstrasse 3, Moers wird "Zu wenig Kita-, Schul- + OGATA-Plätze in unserem Wohngebiet ! – Ist-Stand, Perspektiven & Lösungsansätze" sein. Als Podiumsgäste haben die beiden ortsansässigen Ratsherrn Hartmut Hohmann (SPD) und Siegmund Ellinger (FDP), so wie die zuständigen Jugendhilfeplaner Niels Dams und Schulentwicklungsplaner Dietmar Wortmann zugesagt. Der Fachbereichsleiter der Stadt Moers für Jugend und Soziales, Michael Rüddel, wird im Publikum für weitere Fragen zur Verfügung stehen.
Überall werden Grundschulen geschlossen, zum Leidtragen der Kinder. Auch hier in Xanten und Umgebung stellt sich die Frage, ob es die Grundschulen in den kleinen Orten noch weiterhin geben wird.
Toller Bericht!!
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