Rathaus Utfort - Spielt die Stadt auf Zeit ?

Anzeige
Die Utforter Rathauswiese, soll zugebaut werden
Moers: Rathaus Utfort |

Utforter Bürger, die sich gegen den geplanten massiven Neubau am Rathaus Utfort und die damit verbundene Zerstörung der parkähnlichen „Rathauswiese“ wehren, vermuten eine Hinhaltetaktik der Stadt und sind entsprechend verärgert.

Waltraud Holzum, eine der Aktiven der Initiative, erhielt kürzlich ein Antwortschreiben der Stadt Moers, Fachbereich Stadt- und Umweltplanung. Damit wird von der Stadt Moers auf ein Schreiben reagiert, in dem die Einwände gegen den geplanten Bau dargebracht werden. Gleichzeitig wurden Unterschriftenlisten, die von weit mehr als 100 Utforter Bürgern unterzeichnet waren, eingereicht.

Seitens der Stadt wird angeregt, bis zum Ende der Sommerpause erst einmal abzuwarten, da der Bauträger dann die endgültige Planung der Öffentlichkeit vorstellen werde.

Die Utforter befürchten allerdings, dass dann an der Planung nicht mehr zu rütteln sein wird.

Deshalb hat sich Waltraud Holzuum erneut mit einen Schreiben an die Stadt gewandt, in dem es heißt: „Die Renovierung und Erhaltung des Utforter Rathauses mit gleichzeitiger neuer Nutzung wird von den Utforter Bürgern sehr begrüßt. Aber um die nötigen Gelder dafür von Land und Stadt zu bekommen wird ein zusätzliches Bauprojekt geplant das eine wesentliche Verschlechterung der Lebensqualität der Anwohner und des gesamten Quartiers nach sich zieht.“
Zu der zu erwartenden Neubaumaßnahme schreibt sie: „Nach dem vorgestellten Bauplan von 2017 wären auf engstem Raum mindestens 200-300 Personen (einschließlich Rathaus), plus mindestens zirka 150 Autos mehr zu erwarten, zusätzlich enorme Emissionen und Lärm. Ich verweise noch einmal auf das Chemiewerk östlich der Rheinberger Straße mit seinen Emissionen und die geplanten Neubauten der EDEKA-Gruppe.“
Waltraud Holzum macht weiterhin auf die zunehmende Verdichtung der Wohnbebauung aufmerksam:“ Zwischen Kampstraße - Buschstraße und Rathausallee ist in den letzten 20 Jahren zusätzlich eine sehr dichte Bebauung mit Ein- und Mehrfamilienhäusern erfolgt, auch der letzte grüne Randstreifen wurde als Bauland genutzt. Menschen aus verschiedenen Kulturen und Ländern wurden willkommen geheißen und gut integriert. Der neu vorgestellt Bauplan würde den Stadtteil völlig verändern und zu einem Brennpunkt machen. Dieser Plan wird nicht akzeptiert und wir sind damit in keinem Fall einverstanden.“

Dieses Schreiben von Ende Mai, sowie auch Schreiben weiterer Bürger sind bisher seitens der Stadt nicht beantwortet worden. Stattdessen erfahren die Bürger nun aus der Presse, dass am Donnerstag, 22. Juni, um 16 Uhr im Rathaus eine Sitzung des Ausschuss für Stadtentwicklung stattfinden wird, in dem nicht nur über die massive Bebauung durch die EDEKA-Gruppe auf der gegenüberliegenden Seite der Rheinberger Straße beraten wird, sondern auch der Tagesordnungspunkt „Sachstand Rathaus Utfort“ aufgerufen werden soll. Dieses wir im öffentlichen Teil der Sitzung geschehen, so dass alle Utforter die Möglichkeit haben, sich dort aus erster Hand zu informieren.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.