Shoppen am Sonntag?! Ja oder Nein?!

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Moers verkaufsoffener Sonntag
 
Umfrage verkaufsoffene Sonntage Anne Andretzko

Der verkaufsoffene Sonntag führte in jüngster Zeit zu vielen kontroversen Diskussionen. Das Wochen-Magazin stellt exklusiv die wichtigsten Fakten zusammen.

Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn und erachten ihn für vollkommen unnötig. Die Rede ist vom verkaufsoffenen Sonntag. Während einige gerne auch am siebten Tag der Woche durch die Innenstadt und offene Geschäfte stöbern, finden andere, der Tag sollte der Familie gehören (siehe unsere Umfrage). Aber was genau sind die eigentlich die Bestimmungen, an die sich die Geschäfte in NRW halten müssen?

Nach dem Ladenöffnungsgesetz NRW ist es erlaubt, auf der Grundlage eines Anlasses, zum Beispiel eines Frühlingsfestes, bis zu vier verkaufsoffene Sonntage im Jahr durchzuführen, wie Wilhelm Bommann, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Nordrhein-Westfalen, erklärt: „Wichtig ist, dass die Anträge ausnahmslos die Hauptgottesdienstzeiten beachten, was heißt, dass die Verkaufszeiten am Sonntag hauptsächlich ab 13.00 Uhr beginnen.“ Zudem dürften die Geschäfte an hohen kirchlichen Feiertagen wie zum Beispiel Ostersonntag oder Allerheiligen, nicht öffnen.

Bommann weist außerdem darauf hin, dass der verkaufsoffene Sonntag stets auf ein großes Publikumsinteresse stößt: „Die Veranstalter der verkaufsoffenen Sonntage in Moers erwarten, dass bei gutem Wetter viele Tausende Besucher in die Innenstadt kommen.“ Er sieht in den verkaufsoffenen Sonntagen zudem eine Möglichkeit „sich als Einzelhandel zu präsentieren“, wobei den lokalen Akteuren jeder Stadt überlassen bleibe, ob sie den gesetzlichen Rahmen von maximal vier Sonntagen ausnutzen.

Auf die Frage nach der Notwendigkeit dieser Zusatzleistung des Einzelhandels weist der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands auf die zahlreichen Online-Shops hin, die Sonntagsnachmittags den höchsten Bestelleingang verzeichnen: „Oder warum sind unsere Autobahnen Richtung Holland am Sonntagmittag so voll?“ Für Bommann Anzeichen, dass die verkaufsoffenen Sonntage in jedem Fall ein Anrecht zum Fortbestand haben. In jedem Fall solle aber „der nordrhein-westfälische Gesetzgeber, über den Sinn oder Unsinn der Anlassbezogenheit von verkaufsoffenen Sonntagen nachdenken“, so Bommann abschließend.

Braucht die Stadt mehr verkaufsoffene Sonntage?

Eva Schneider: „Mir reichen die Sonntage, die angeboten werden, sonst wird es schnell auch übertrieben.“

Helena Leienweber: „Ich finde, es sollte so bleiben, wie bisher. Sonntage sollten Familientage bleiben. Wenn man dann noch durch die Stadt läuft, unterscheiden sich die Sonntage nicht mehr von den sonstigen Tagen.“

Anne Andretzko: „Ich würde die verkaufsoffene Sonntage eher abschaffen als noch mehrere zu machen. Die Leute müssen doch auch mal frei haben und sollen im Sommer lieber mal an den See gehen.“

Hans Lücking: „Mir persönlich reicht das Angebot. Geld kann ich auch unterhalb der Woche ausgeben – auch wenn die verkaufsoffene Sonntage sicherlich viele Menschen von außerhalb anziehen.“

Guido Makowsksi: „Auf keinen Fall sollten es noch mehr verkaufsoffene Sonntage werden. Die Besucher von außerhalb kommen eh nur zu Bespaßung hierhin und nicht zum Shoppen. Für inhabergeführte Unternehmen ist das nur Werbung, bringt aber keinen Umsatz.“


Diskutieren Sie mit!
Aktuell sind für Moers zwei verkaufsoffene Sonntage (9. April und 8. Oktober) in diesem Jahr geplant. Brauchen Sie diese verkaufsoffenen Sonntage? Sollten anstatt der geplanten zwei Sonntage, alle vier ausgeschöpft werden? Diskutieren Sie mit und sagen Sie uns Ihre Meinung!
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2 Kommentare
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Hans-Martin Scheibner aus Xanten | 21.03.2017 | 20:28  
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Wolfgang Schroeder aus Iserlohn-Letmathe | 21.03.2017 | 20:47  
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