"Glaub an dich"

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Gemeinschaftsgefühl ist ein tragendes Element in der erlebnispädagogischen Arbeit der Bildungsstätte St. Michaelturm. (Foto: Heiek Cervellera)
 

Klassenfahrten sind für Kinder etwas ganz Besonderes. Sie erleben eine Menge und haben Spaß miteinander. In der Bildungsstätte St. Michaelturm können sie darüber hinaus über sich hinauswachsen.

Beinahe schon versteckt liegt der St. Michaelturm in Rheurdt. Eine lange Zufahrtsstraße, die den Besucher direkt in das kleine Waldstückchen am Rande von Rheurdt bringt. Es ist still hier. Kein Straßen- oder Großstadtlärm. Einzig das Lachen von Kindern ist zu hören. Das sei auch der Grund, warum viele genau hierher kommen, erzählt Maike Enxing, seit fünf Monaten pädagogische Leiterin im St. Michaelturm: „Die Gruppen kommen vom kompletten Niederrhein hierher, weil sie die Atmosphäre mögen.“ Zurzeit sind eine fünfte und eine sechste Schulklasse aus der Sekundarschule Duisburg-Hamborn vor Ort. Einer der Lehrer bringt die besondere Atmosphäre auf den Punkt: „Wir kommen aus einem sozialen Brennpunkt. Es ist schön, mal hier auf dem Land zu sein.“

Das Angebot der Bildungsstätte ist groß und die Schulklassen können vorab wählen: Soll es das Zirkusprogramm sein, die Kennenlerntage für Schulklassen, die Tage religiöser Orientierung oder das Programm „Vom Abenteuer zum Teamwork“, welches die sechste Klasse der Sekundarschule gewählt hat: „Bei den fünften Klassen geht es oftmals eher ums Kennenlernen. Bei den Sechstklässlern hingegen steht das Miteinander mehr im Fokus“, weiß Enxing. Deshalb wurde das Team von „Elan Training“ engagiert, um den Teamgeist der Kinder zu fördern.

Elan Training wird betrieben von Frank Rensing und Karl Reinery. Für die beiden, steht fest: Der Schwerpunkt des Trainings ist Leben erlernen: „Uns ist es wichtig, dass das Erlernte auch in den Alltag transportiert werden kann. Wenn eine Klasse zum Beispiel wieder an der Schule ist und in einer schwierigen Situation erinnert die Lehrerin daran ‚Wisst ihr noch, als wir am St. Michaelturm waren und ihr dachtet, ihr schafft das nicht und habt es trotzdem geschafft´? dann haben wir unser Ziel erreicht‘“, so Rensing. Nicht zu unterschätzen sei, so Rensing weiter, was sich gruppendynamisch in solchen Tagen entwickle: „Es geht ganz klar um das Miteinander, nicht um das Gegeneinander.“

Ö: Wo soll ich denn hin?"


Das wird draußen dann auch umgesetzt. Bereits die Aufwärmspiele, bei denen sich die Kinder nach verschiedenen Kategorien, wie zum Beispiel nach ihrem Nachnamen, aufreihen müssen, machen Spaß. „Wir haben ein Ö – wo soll ich denn hin?“ erklingt es da von einem Schüler. Am Ende schafft die Klasse es, alle richtig zu sortieren. Danach geht es in zwei Gruppen an verschiedene Aufgaben. Die eine Gruppe soll versuchen von einem Punkt mittels eines hängenden Seils zu einem anderen Punkt zu gelangen. Der Boden darf dabei nicht berührt werden und alle müssen es zum ‚Ziel‘ schaffen. Schnell hat die Schülergruppe ein System entwickelt, wie sie, ohne den Boden zu berühren, an das Seil heran kommen und die ersten Schüler sind am rettenden Ziel. Aber natürlich gibt es auch Schüler, die sich mit der Aufgabe schwer tun. So einer der Schüler, der von Anfang an sagt „Ich schaffe das nicht“. Hilfe kommt nicht etwa allein von den Trainern, sondern auch von einer Klassenkameradin: „Glaub an dich – du schaffst das!“

Und er hat es geschafft. Genau wie alle anderen. Gemeinsam haben sie ihr Ziel erreicht. Und werden sich mit Sicherheit noch lange an diese erlebnisreiche Klassenfahrt erinnern.

Am 1. Mai findet auf dem Gelände von der Bildungsstätte St. Michaelturm, Am Michaelturm 1, ein großes Kinderfest statt. Alle Kinder und Erwachsene sind herzlich dazu eingeladen.
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