Sturmief "Friederike": 147 Einsätze im Moerser Stadtgebiet

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Foto: privat
 
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Die Bilanz der Feuerwehr Moers nach dem Sturmtief „Frederike“ lautet wie folgt: Im Stadtgebiet kam es bisher zu147 sturmbedingten Einsätzen, zumeist umgestürzte und abgebrochene
Bäume, herabgefallene Dachziegel und beschädigte Dächer.


Seit 7.30 Uhr war die Feuerwehr am gestrigen Donnerstag in erhöhter Einsatzbereitschaft, die  Einsatzzentrale sowie die Einsatzleitung wurde Personell verstärkt.Um circa 10:30 Uhr wurden die ersten Einsätze durch die Feuerwehr
abgearbeitet, koordiniert von der Einsatzzentrale Moers.
Die Lage dauerte bis circa 18 Uhr. Es wurden bis dahin 147 Einsätze
erfolgreich abgearbeitet. Es waren alle Einheiten der
Freiwilligenfeuerwehr Moers und die Hauptwache im Einsatz.
Besonders hervorzuheben war der Einsatz „Baum auf PKW“ an der
Venloer Straße, bei dem der Fahrer des PKW durch den Baum
eingeklemmt wurde und sich schwere Verletzungen zuzog.
Die Person wurde durch die Feuerwehr befreit und durch den
Rettungsdienst versorgt und ins Krankenhaus gebracht.

Bürger sollten Parkanlagen und Wälder weiter meiden

Auch für die Unternehmen der ENNI-Gruppe hat seit Donnerstagabend das große Aufräumen begonnen. Während des Sturms hatten vor allem die Hinweise besorgter Bürger auf umgestürzte Bäume die Mitarbeiter stundenlang in Atem gehalten und ließen Telefondrähte heiß laufen. „Unsere Mitarbeiter waren im Dauereinsatz“, erklärt Marcus Petrausch, ENNI-Sachgebietsleiter für die Grünflächenunterhaltung, im Nachgang, dass es binnen weniger Stunden rund 200 Schadensmeldungen gab. Mittlerweile hat er Gefahrenbereiche aber wieder im Griff, sein 20-köpfiges Team umgestürzte Pappeln, Kiefern oder Fichten geräumt. Bürger bittet er aber weiter um erhöhte Wachsamkeit: „Herabfallende Äste stellen auch Tage nach dem Sturm noch eine Gefahr dar. Es wird noch dauern, bis wir alle Folgen des Sturms beseitigt haben, sodass Moerser besonders Waldgebiete, den Schloss- und Freizeitpark, Spielplätze und Grünanlagen mindestens noch eine Woche meiden sollten.“

Auch die Elektriker der ENNI Energie & Umwelt hatten ihre liebe Mühe mit der stürmischen Friederike. Hier hielten sich Schäden durch abgebrochene Äste und umgekippte Bäume in Freileitungen aber in Grenzen. „Hier wirkt mittlerweile unsere seit Jahren praktizierte Strategie, störanfällige Freileitungen gegen Erdkabel auszutauschen“, verzeichnete der technische Bereichsleiter, Kai Gerhard Steinbrich lediglich 14 Störungen in den Freileitungen des Niederspannungsnetzes. „Hier waren rund 80 Kunden ausschließlich in den ländlichen Bereichen von Neukirchen-Vluyn und Moers-Kapellen betroffen“, sei dies laut Steinbrich für Kunden naturgemäß zwar ärgerlich, wie andere Regionen zeigen für einen Orkan dieser Größenordnung aber eine eher geringe Schadensquote. Seine Mitarbeiter waren dennoch bis in die frühen Morgenstunden beschäftigt, alle Schäden sukzessive abzuarbeiten. „Seit dem Freitagmorgen läuft hier aber alles wieder reibungslos.“

Kurzzeitig schließen musste ENNI Donnerstag die Friedhöfe, wodurch sich laut Friedhofsmeister Karl-Heinz Koelen auch Bestattungen verzögerten und verschoben. Auch die Entsorgung der Abfälle geriet ins Stocken. Dennoch konnte das Team von Abteilungsleiter Ulrich Kempken bis abends alle Touren abfahren. Vor allem in der Straßenreinigung wird aber noch viel Arbeit bleiben. Der Sturm wirbelte vor allen Papier und gelbe Säcke durch Moerser Straßen. „Wir werden hier sicher noch einige Tage für ein sauberes Stadtbild benötigen“, bittet Kempken Mieter und Hauseigentümer ihr direktes Umfeld zu reinigen.
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Sahra Kleineker aus Moers | 21.01.2018 | 17:37  
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