Zum Kölner Pferdeunfall - Tierfreunde aus Kamp-Lintfort: "Pferde haben bei Straßenumzügen nichts zu suchen."

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Um Pferde sollte man sich liebevoll kümmern, statt sie Gefahren oder Stress auszusetzen. Am Ende landen sie dann bei Tierpsychologen - wie dieses Archivfoto beispielhaft veranschaulicht. (Foto: Heike Cervellera)

Der Pferdekutschen-Unfall beim Kölner Rosenmontagszug sei ein deutlicher Beweis dafür, dass Pferde bei Straßenumzüge nichts zu suchen haben. Es sei Stress für die Tiere und trotz aller Vorsichtsmaßnahmen könnten Unfälle nicht verhindert werden, so der Bund Deutscher Tierfreund e.V. (BDT) mit Sitz in Kamp-Lintfort in Nordrhein-Westfalen.

Sollten sich die Hinweise bestätigen, wonach die Pferde bevor sie durchgingen tatsächlich mit Gegenständen beworfen wurden, so sei dies auch der Beweis dafür, dass sich Tierquälereien nicht verhindern lassen, erklären die Tierfreunde weiter. 

Tierquälerei durch Wurf von Gegenständen?

"Es gibt keinen tatsächlichen vernünftigen Grund, Pferden den Stress von derartigen Umzügen an zu tun, außer menschliche Eitelkeit oder das Festhalten an überholten Traditionen", unterstreicht der BDT. "Laute Musik, fliegende Süßigkeiten und die ausgelassenen Menschenmassen setzen die sensiblen Tiere ständigem, hohen Stress aus. Pferde sind Fluchttiere und äußerst schreckhaft und haben deshalb auch wenn sie trainiert sind bei Umzügen nichts zu suchen."


Pferde sind Fluchttiere

Gerade in Köln zeige sich jetzt, wie schnell ein fröhliches Fest durch Leichtsinn oder vielleicht auch Rowdytum tragisch enden könne.
"Ein Zug mit Pferden ist Mist - diese Erkenntnis sollte sich eigentlich bei jedem Narren inzwischen durchgesetzt haben", so der Bund Deutscher Tierfreunde. "Man denke nur an den Zusammenbruch eines Pferdes beim Rosenmontagszug im Vorjahr. Die Behörden in den Karnevalshochburgen sollten diesen Unfall zum Anlass nehmen, um endlich nach vielen Jahren Diskussion die Pferdenutzung bei künftigen Faschingsumzügen zu untersagen." 
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