"Hacken" für Veränderung

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Der Workshop „Hackday Niederrhein“ findet zum dritten Mal am 18. und 19. März im Moerser Rathaus statt.

Rund um offene Daten und praktische Anwendungen geht es beim „Hackday Niederrhein“ am Wochenende, 18. und 19. März, im Moerser Rathaus. Basis für die Programmierer bilden Daten des öffentlichen Sektors, die im Interesse der Allgemeinheit zur freien Nutzung zugänglich gemacht werden, wie Haushaltsdaten, Verkehrsdaten und Geodaten. Durch die Bereitstellung von offenen Daten sind in Moers unter anderem eine Internetseite, auf der die Wartezeiten des Bürgerservice visuell dargestellt sind, und eine Event-App entstanden. Dieses Mal können die Hacker auch wieder eigene Ideen mitbringen und diese bei der Programmierung umsetzen. „Es ist spannend, wie kreativ die Community mit den Daten arbeitet, die wir bereitstellen“, zeigt sich Claus Arndt, Open Data-Experte der Stadt Moers, begeistert. „Gerade an einem solchen Hackday-Wochenende sprießen die Ideen, wenn unter anderem Programmierer, Datenjournalisten und Webentwickler aufeinandertreffen, um gemeinsam Projekte zu entwickeln und umzusetzen.“

Hier passiert etwas Spannendes



Ein festes Thema ist am Sonntag der Bau von Feinstaubsensoren mit Mitgliedern der Initiativen „Code for Niederrhein“ und „OK Lab Stuttgart“. So könnte für Moers ein flächendeckendes Netz von Sensoren entstehen, die Auskunft über die aktuelle Belastung mit Feinstaub geben. „So werden Bürger selbst zu Datenlieferanten“, erläutert Claus Arndt. „Wir freuen uns riesig, dass ein Experte aus Stuttgart am Start ist und uns zeigt, wie einfach man mit sehr preiswerten Bausätzen auch als Laie Transparenz in die Feinstaubsituation in Moers bringen kann. Das Projekt findet inzwischen bundesweite Beachtung; hat es sogar schon in die Medien geschafft.“
Am Samstag startet der Hackday um 10 Uhr. Um 10.15 Uhr hält André Spang vom Referat Digitale Gesellschaft der Staatskanzlei NRW ein Referat über „Spielend lernen mit Games & Social Media“. Danach spricht der Unternehmensberater Wolfgang Ksoll über „Open Data – Wertschöpfung in digitalen Zeitalter“. Julia Stoffregen von Hochschule Ruhr-West erläutert um 11.15 Uhr über „Open Data und Offene Bildungsressourcen“. Um 21 Uhr zeigt das Schlosstheater Moers im Rahmen des Hackday „1984“ von George Orwell im Schloss.

Wachsendes Interesse

Der Eintritt ist für Teilnehmer am Hackday frei. Während des Wochenendes gibt es einen Code-Workshop für Einsteiger, bei dem noch freie Plätze vorhanden sind. „Der Hackday richtet sich nicht nur an Profi-Programmierer“, betont Claus Arndt.
„Einsteiger können erste Erfahrungen im Umgang mit Daten und Anwendungen machen und dabei erfahreneren Codern über die Schulter schauen. Gerade Schüler zeigen ein wachsendes Interesse an der Veranstaltung, weil sie merken, dass hier etwas Spannendes passiert. Aber auch wenn man einfach nur an den Themen des Hackdays interessiert ist, kann man gerne vorbeischauen und sich in lockerer Atmosphäre informieren“.

Informationen

Die Veranstaltung findet am Samstag von 10 bis 20 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr im Ratssaal sowie in den Besprechungsräumen Ramla und Knowsley, Rathausplatz 1, statt. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.hackday.moers.de. Anmeldungen sind per Mail an offenedaten@moers.de möglich.
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