Von wegen nur sitzen und Om...

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der Baum. (Foto: Heike Cervellera)
 
das Dreieck oder auch Trikonasana. (Foto: Heike Cervellera)

Yoga ist momentan total im Trend und in aller Munde. Doch was steckt eigentlich genau hinter dieser „Sportart“ und wo kann man sie auch bei uns überall praktizieren?

Bikram, Anusara, Vinyasa, Nidra...was diese Begriffe alle gemeinsam haben? Es sind alles Yogarichtungen. Yoga ist nämlich nicht gleich Yoga. Und nur rumsitzen und meditieren ist auch nicht. Je nach Yogarichtung wird von dem Besucher einiges mehr - oder auch weniger - gefordert.
Mein Einstieg in das unbekannte Metier war über eine gemäßigtere Yogarichtung. Dort ging es in der Tat mehr um die Besinnung auf sich selbst, ein In-sich-Hineinfühlen und dies in Verbindung mit Asanas. Da haben wir das nächste Fremdwort. Als Asanas bezeichnet man die verschiedenen Yogaposen. Und diese werden in den verschiedenen Yogarichtungen auch unterschiedlich lang gehalten und mit dem Atem verbunden. In den meisten Fitnessstudios kann man heute Yogakurse belegen. Als Einstieg eine super Sache! Allerdings sollte jeder dabei auch bedenken, dass dort meist nur eine Yogarichtung angeboten wird. Es kann also gut sein, wie bei mir, dass man erstmal etwas ernüchtert ist, weil man vielleicht eine andere Vorstellung von Yoga hatte. Dann heißt es aber: Weiter ausprobieren!
So bietet die VHS in Moers zum Beispiel Yogakurse an, aber auch im Haus der Mitte in Moers kann man in verschiedene Yogakurse hineinschnuppern. Und nicht nur das: Neben einer Yogaschule bieten auch die zahlreichen Fitnessstudios in Moers Yogakurse an. Wer also Yoga mal ausprobieren möchte, wird mit Sicherheit eine Möglichkeit zum Praktizieren finden. Der nächste Punkt: Ist Yoga eigentlich eine „richtige“ Sportart?
Um das zu klären, muss erstmal geschaut werden, was Yoga überhaupt ist. Eine Mammutaufgabe. Googelt man Yoga+Definition bekommt man weit über 17 Millionen Treffer. Eine einzige, treffende Definition zu geben ist wohl kaum möglich. Eins ist aber in jedem Fall treffend, Yoga ist eine indische, philosophische Lehre, bei der es darum geht, durch Meditation, Konzentration, Atmung, und Bewegung Körper und Seele in Einklang zu bringen. Als eine Sportart wird Yoga demnach nicht offiziell bezeichnet, aber jeder, der einmal in einer VinyasaYogastunde war, wird das Gegenteil bestätigen. Insbesondere bei den fordernden Yogastilen ist es beinahe unumgänglich, dass man nach einer Stunde verschwitzt ist. Und Muskelkater gibt es fast bei allen Yogastilen inklusive. Der Unterschied zu anderen Sportarten besteht lediglich darin, dass Yoga mehr als nur Sport ist. Es umfasst nicht nur den körperlichen Part, sondern auch den seelischen. Gerade deshalb ist auch die Meditation ein wichtiger Punkt im Yoga.
Ich hab nach meinen wackligen Anfängen die etwas dynamischeren Yogaarten für mich entdeckt. Und wacklig ist hier wörtlich zu nehmen, denn für die Asana ‚der Baum‘ muss man auf einem Bein stehen, während der andere Fuß auf die Innenseite des gegenüberliegenden Oberschenkels gegeben wird. Die Hände werden noch über den Kopf gehoben und die Handflächen aneinander gedrückt. Diese Asana ist eine gute Gleichgewichtsübung und ist gar nicht mal so einfach, wie sie aussieht. Aber auch schnelle Abfolgen von dem ‚herabschauenden Hund‘- hierbei bildet man mit dem Körper ein umgedrehtes V, die Füße und Hände sind am Boden, während der Po in die Höhe ragt, in den Liegestütz - bringen den Kreislauf in Schwung und den Schweiß zum Laufen. Daher ist man nach so einer Yogastunde dann mitunter auch echt ausgepowert und spürt mit großer Sicherheit am nächsten Tag jeden einzelnen Muskel.
Yoga ist halt doch nicht nur Rumsitzen im Schneidersitz. Für die etwas Experimentierfreudigen darf es dann auch gern Spezielleres wie zum Beispiel Acro Yoga sein. Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich hierbei um eine akrobatischere Yogavariante. Meist werden hier in Partner- oder Gruppenübungen wahre Kunststücke vollbracht. Auch Fly Yoga oder Aerial Yoga Kurse sind im Kommen. Hier werden die verschiedensten Asanas in von der Decke hängenden Tüchern praktiziert. Auch so genannte Stand-up Paddle Yogakurse erfreuen sich immer mehr Beliebtheit. Hierbei wird Yoga auf Surfbrettern auf dem Wasser praktizert. Insbesondere für den Sommer eine super Möglichkeit. Es gibt also nichts, was es nicht gibt und es ist mit Sicherheit für jeden etwas dabei.
Auf jeden Fall ist Yoga, wenn man die richtige Variante für sich entdeckt hat, eine einmalige Erfahrung. Verbunden mit viel Leichtigkeit und Lebenslust lehrt es uns nicht nur etwas über unseren Körper, sondern regt auch zum Entdecken der eigenen Grenzen und Möglichkeiten an. In diesem Sinne, auf zur nächsten Yogastunde. Namaste!
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