Hund und Katze gehören unter keinen Weihnachtsbaum!

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Viele Moerser quält zum Jahresende wieder mal die Frage: Was soll ich meinen Lieben zu Weihnachten schenken? Gerade Kinder werden bei ihren Wünschen immer anspruchsvoller. Ein Hündchen oder eine Katze als Spielgefährte für die Kleinen wäre doch schön, denken einige Eltern.

Rolf-Peter Paßlak, Vorsitzender des Tierheims in Moers, rät unbedingt davon ab: „Tiere sind kein Weihnachtsgeschenk, erst recht nicht für Kinder. Nach den Feiertagen werden gerade Hunde und Katzen oft wieder zurück ins Heim gebracht. Es gibt nichts Schlimmeres für die Tiere.“ Denn die Tiere im Heim haben häufig schon viel Schlechtes erlebt und müssen das Vertrauen zu den Menschen erst wieder aufbauen. Wenn die Tiere dann als kuscheliges Geschenk herhalten sollen, ist das für sie erneuter Stress.
„Wir hoffen natürlich das all unsere Tiere bald ein schönes Zuhause finden. Aber kurz vor Weihnachten vermitteln wir nicht. Tiere sind keine Geschenke und die Halter müssen gerade Hunde und Katzen erst öfter bei uns besuchen kommen, um zu sehen ob die Chemie stimmt. Die Tiere suchen sich ihre Besitzer selbst aus, sagen wir hier immer“, so Paßlak.
Gerade in der Weihnachtszeit achten die Mitarbeiter des Tierheims darauf, dass die Tiere nicht nur als „besonderes Präsent“ angeschafft werden. „Es gibt nichts Traurigeres als die Blicke der Hunde, die im Januar wieder bei uns vor der Tür stehen“, betont Paßlak.
Dennoch möchte er die Moerser auf das Heim aufmerksam machen. „Die besinnliche Zeit öffnet vielen Menschen das Herz. Ich hoffe auch unsere Tiere finden einen Platz darin“, sagt Paßlak. Darum feierten Mensch und Tier am ersten Advent gemeinsam Weihnachten.
Im Moerser Tierheim wurden Zelte aufgestellt und viele Tierfreunde kamen alleine oder mit ihren Vierbeinern vorbei. Gegen freiwillige Spenden gab es Glühwein und andere weihnachtliche Leckereien. Die Besucher konnten das Tierheim mit seinen etwa 20 Hunden, 50 Katzen sowie vielen Nagetieren und Vögeln kennenlernen. Zusammen mit den Tieren wurde auch ein weihnachtlicher Gottesdienst gefeiert. Und wer wollte, konnte im Spendenlädchen des Heims noch ein „kleines Geschenk“ für das Haustier erstehen. Bei dem Weihnachtsfest sind 2.600 Euro an Spenden zusammen gekommen. „Das Geld kommt dem Bau unseres neuen Hundehauses zugute. Das alte Haus ist aus den 50er Jahren, darin sind noch Zwinger - und da gehören die Hunde nicht rein“, betont Paßlak. Die Kosten für den Bau des Hauses belaufen sich auf etwa180.000 Euro, meint der Vorsitzende des Heims. Bis jetzt sind um die 40.000 Euro zusammengekommen.
Da lässt sich nur hoffen, dass das Geld bald ausreicht, um die Unterkunft für die Hunde zu bauen. Vielleicht findet sich ja auch noch eine günstigere Lösung?
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