Berlin unterstützt Monheimer Museumspläne

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Eine alte Aufnahme zeigt den Aalschokker Fiat Voluntas im Neusser Sporthafen.

Ausschuss des Bundestages gibt grünes Licht für eine Förderung in Höhe von 170.000 Euro

Im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogramms hat der Haushaltsausschuss des Bundestagsbeschlossen, dass das Monheimer Projekt eines Aalfischerei-Museums auf einem Original-Aalschokker mit 50 Prozent der Restaurierungskosten gefördert wird. Das sind 170.000 Euro. Die übrigen 50 Prozent trägt die Stadt Monheim selbst. Einen entsprechenden Antrag hatte Monheims Bürgermeister Zimmermann gestellt.

"Ich danke unserer Bundestagsabgeordneten Michaela Noll vielmals dafür, dass sie sich in Berlin engagiert für das Projekt eingesetzt hat“, sagt Daniel Zimmermann nun in einer ersten Reaktion. „Dieses Museum wäre eine große Bereicherung für Monheim und den Kreis Mettmann“, hatte Michaela Noll (CDU) im Vorfeld betont und kräftig die Werbetrommel für das Projekt gerührt. In einem entsprechenden Empfehlungsschreiben der Bundestagsabgeordneten heißt es unter anderem: „Das begehbare und medial inszenierte Aalschokker-Museum, das deutschlandweit in dieser Form einzigartig sein wird, ist von nationaler Bedeutung und ein Besucher-Highlight.“

Bei einem Schokker handelt es sich um einen Schiffstypen, der früher für die Aalfischerei eingesetzt wurde. Doch mit der zunehmenden Umweltverschmutzung in den 1960er-Jahren ging die heimische Fischerei immer mehr zurück. Heute gibt es nur noch wenige - und wenn meist marode - Schiffe dieses Typs, wie sie früher auch auf dem Monheimer Rhein eingesetzt wurden.

Der Stadt ist es gelungen, einen Aalschokker in Neuss zu finden. Das historische Schiff mit dem Namen Fiat Voluntas wurde 1937 auf einer niederländischen Werft in Schiedam gebaut. Es ist 16 Meter lang und 4,90 Meter breit. Mit dem Eigentümer wurde bereits ein Vorvertrag zum Kauf abgeschlossen.

Mit den Fördermitteln aus Berlin kann das Projekt eines Museums nun zügig verwirklicht werden. Es wird Teil der des Großprojektes „MonChronik“ der städtischen Tourismusförderung. Es ist ein dezentrales Museumskonzept, das die Inszenierung der Stadtgeschichte an verschiedenen historischen Orten und Schauplätzen im Stadtgebiet vorsieht und dessen erste Stationen gestern eröffnet wurden.

Die Standortwahl für den Schokker auf dem Parkplatz an der Baumberger Klappertorstraße in direkter Rheinnähe ist kein Zufall: In dem Bereich gab es bis in die jüngere Zeit zwei Aalräuchereien. In unmittelbarer Nähe legten früher auch Baumberger Aalschokker an. Die Lage für das begehbare Museumsschiff ist auch deshalb exponiert, weil dort regelmäßig Rheinradfahrer, Wochenendtouristen, Übernachtungsgäste anliegender Hotels und sonstige Ausflügler vorbeikommen.


Lesen Sie hierzu auch www.lokalkompass.de/556897
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Helmut Kuhnhenn aus Monheim am Rhein | 21.06.2015 | 15:16  
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