Bilder und Impressionen vom 5. Rhein-Rock-Festival

  Es wird immer größer und bekannter und zieht mittlerweile nicht nur Monheimer an: Das Rhein Rock Festival, das an diesem Sonntag bereits zum fünften Mal auf der Baumberger Bürgerwiese stattfand.


Das Besondere am Rhein Rock ist für viele Zuschauer auch die direkte Nähe zum Wohnort. „Man geht aus der Haustür raus und ist schon fast da“, erzählte Vanessa Hösl. Die Leverkusenerin kam dieses Jahr zum ersten Mal.
Viele waren aber schon mehrfach Besucher beim Rhein Rock, wie auch Sebastian, Nico und Dirk. „Wir kommen jedes Jahr wieder. Da hat uns auch nicht der Regen letztes Jahr abgeschreckt“, erzählten sie. Im Vergleich zum vergangenen Jahr hatten die Veranstalter des Rhein-Rock-Festivals sehr viel Glück mit dem Wetter, denn es regnete den ganzen Tag nicht.

Das freute sicherlich auch die elf Bands, die ab 15 Uhr für über zehn Stunden Livemusik sorgten und den Zuschauern bereits am Nachmittag ordentlich einheizten. Als „Shy Guy At The Show“ am frühen Abend die Bühne rockten, herrschte bereits eine ausgelassene Stimmung auf dem Gelände. „Die Band war schon echt klasse“, erzählte eine Kölner Studentin, die mit zwei Freunden eigentlich wegen „Ich kann fliegen“ und „Bakkushan“ gekommen war. Sie lobte besonders die Preise auf dem Rhein-Rock-Festival. Denn sowohl der Eintritt als auch das Essen und die Getränke sind sehr günstig. „Das ist wirklich sehr studentenfreundlich hier und auch noch lecker, besonders die Burger“, erzählte sie.

Dem pflichtete auch Vicky Topczewski bei. „Ich habe einmal alles durchprobiert“, erzählte die 18-Jährige. Von Pommes und Bratwurst bis hin zu Kaffee und Kuchen gab es alles, was dem Gaumen eines Festivalbesuchers schmeckt.

Und so richtig geschmeckt hat den Veranstaltern auch die diesjährige Besucherzahl. „Wir sammeln aktuell noch immer positive Zahlen“, konnte Chef-Organisator und Rhein-Rocker der ersten Stunde, Sven Schuhen, am Montagnachmittag vermelden. „Aber wir können schon jetzt sagen, dass wir definitiv noch nie so viele Tickets im Vorverkauf absetzen konnten. Im Moment werden die Karten durch die Meldungen von einigen Vorverkaufsstellen immer noch nach oben korrigiert. Es wird wohl ein neuer Zuschauerrekord werden.“
Als „einfach bombastisch“ bezeichnet Schuhen auch die vorherrschende Stimmung an diesem Rhein-Rock-Samstag, der spätestens ab dem Auftritt von „Gardenier“ so richtig Schwung aufnahm. Zum heimlichen Headliner des Abends schwangen sich dann später jedoch die „Yeti-Girls“ auf, die eigentlich schon seit über einem Jahrzehnt im musikalischen Ruhestand sind. „Da stand hier wirklich alles vor der Bühne“, zeigte sich auch Sven Schuhen restlos begeistert von den Monheimer Altmeistern. Auch deren Fangemeinde hatte wohl wesentlich dazu beigetragen, dass das Publikum altersmäßig diesmal kräftig durchgemischt wurde. Sicherlich jedoch auch ein Zeichen dafür, dass das Rhein-Rock-Event inzwischen ganz schön erwachsen geworden ist. In Kinderschuhen steckten da nur noch ein paar Gäste. Erstaunlich viele Eltern hatten einfach ihre Kinder auf das weitläufige Areal der Bürgerwiese mitgebracht, auf dem man sich mit seiner Picknickdecke der ganz extremen Beschallung, der übrigens extrem gut ausgesteuerten Anlage, auch mal ein wenig entziehen und das tolle Festival-Flair so mit leichtem Abstand genießen konnte. Sven Schuhen: „Wir wurden im Vorfeld oft gefragt, ob man seine Kinder mitbringen kann, und haben das immer eifrig bejaht. Bis 8 Jahre sind Kinder frei, bis 12 nehmen wir dann den halben Eintrittspreis.“ Und die Preise für das schicke Festivalbändchen waren mit 9 Euro im Vorverkauf und 12 Euro an der Abendkasse ja ohnehin nicht nur schüler- und studenten-, sondern durchaus auch familienfreundlich.

Für das Geld gab’s tatsächlich 11 Bands zu sehen und mit „Bakkushan“ sogar ein paar Jungs, die es bereits fast schon so richtig geschafft haben. Und fast wären sie ja auch der echte Headliner des Abends geworden – wären da nicht die furiosen „Yeti Girls“ gewesen, von denen viele Gäste hinterher sagten: „So gut, waren die noch nie.“ Ein Lob, das sicherlich auch für das gesamte Festival und seine über 60 ehrenamtlichen Helfer gilt. Ob die „Yeti Girls“ noch einmal beim Rhein Rock auftreten werden, darf getrost als ungewiss bezeichnet werden. Eigentlich war das ganze ja als einmalige Sache deklariert worden. Eines steht aber jetzt schon fest: Am 13. Juli 2013 steigt das 6. Rhein-Rock-Festival auf der Bürgerwiese. Dann sicherlich mit neuen positiven Überraschungen!

Alle Rhein-Rock-Fotos von Tim Kögler (www.offel.org)!
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