Evangelische und katholische Kirchengemeinden geben erstmals gemeinsam einen Ökumenischen Pfarrgemeindebrief heraus

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„Unter dem Motto ‚Tun, was uns eint‘ begegnen sich seit vielen Jahren evangelische und katholische Christen in Monheim am Rhein in gemeinsamen Gottesdiensten. Sie feiern miteinander, sie stehen sogar als Nachbarn beim Stadtfest nebeneinander. All‘ diese Dinge sind Zeugnis für ein gutes ökumenisches Miteinander.“ Mit diesen Worten stellen Ursula Budde, Vorsitzende des Pfarrgemeinderats von St. Gereon und Dionysius, und Dr. Kurt Holz, Vorsitzender des Presbyteriums der evangelischen Kirche, den ersten gemeinsam erstellten Ökumenischen Pfarrgemeindebrief vor, der mit einer Gesamtauflage von 18.500 Exemplaren Ende August erschienen ist. Ein Drittel des 50-seitigen Briefes enthält Informationen über die bisherige gemeinsame ökumenische Arbeit. Die beiden anderen Drittel informieren jeweils über Themen und die jeweiligen spezifischen Angebote der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde. Natürlich findet man in dem Brief auch die wichtigsten Adressen der beiden Gemeinden.

Anlass dieser gemeinsamen ökumenischen Aktion ist das 500-jähige Reformationsjubiläum in 2017, das auch als Christus-Jahr ein ganz besonderes Jahr für die beiden Kirchen ist. Mit dem gemeinsamen Pfarrgemeindebrief wollen die evangelische und katholische Kirchengemeinde ein Zeichen ihres guten Miteinanders setzen. Die beiden Redaktionsteams, die nach sorgfältiger Planung den Brief erstellen, haben in konstruktiver und vertrauensvoller Weise zusammengearbeitet. Dabei merkten sie sehr schnell, wie interessant und reichhaltig aber auch wie unterschiedlich die jeweiligen Aktivitäten der Gemeinden sind.

Der evangelische Pfarrer Till-Karsten Hesse geht in seinem Geistlichen Wort der Frage nach der Einheit im Glauben nach und unterstreicht, dass letztlich „Jesus Christus das gemeinsame Fundament der einen Kirche ist“. „Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Konfessionen“ ist das Thema, das Pastor Burkhard Hoffmann von der katholischen Kirche in dem Brief behandelt. „Gemeinsame Überzeugung ist, dass Jesus Christus gegenwärtig ist im Wort der heiligen Schrift, in der Kirche und im Gebet und Sakrament“, so sein Fazit. In ihrem Beitrag „Ökumene vor Ort“ zeigen Pfarrer Peter Becker von der evangelischen Friedenskirche und Ursula Budde die zahlreichen gemeinsamen Aktivitäten z.B. bei der Flüchtlingsarbeit oder beim Dialog mit den Muslimen auf. „Die Menschen in unserer Stadt suchen in beiden Gemeinden heute schon unbekümmert Heimat und Geborgenheit – egal welchen Taufschein sie haben“, so ihre Feststellung.

Inzwischen ist der Ökumenische Pfarrgemeindebrief an fast alle evangelische und katholische Haushalte in Monheim und Baumberg durch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer verteilt worden. Das hat zur Folge, dass z.B. konfessionsverschiedene Ehepaare diesen Brief doppelt erhalten haben. Für diese Fälle haben die Redaktionsteams auch gleich einen Lösungsvorschlag: „Geben Sie einfach das Heft an andere Familien oder Mitbewohner weiter“, so ihre praktische Empfehlung.
Die ersten Reaktionen auf den gemeinsamen Pfarrbrief reichten von „das war doch mal eine gute Idee“ bis zu „das war schon lange mal nötig“. Jedenfalls gehen die Verantwortlichen davon aus, dass der Ökumenische Pfarrgemeindebrief keine „Eintagsfliege“ ist, sondern bei passendem Anlass wieder erstellt wird.
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