St. Marien Altenheim: Mit drei Generationen zur Fortuna

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Fünf Bewohner des St. Marien Altenheims waren am Samstag im Stadion. Zwar ging die Partie für die Fortuna aus Düsseldorf verloren, doch der Stimmung tat das keinen Abbruch. Speziell bei Günter Czieslik, der das erste Mal mit Sohn und Enkeln ein Spiel besuchte.

Gute Stimmung trotz Niederlage: Die Stadionbesucher aus Monheim.

Drei Generationen in einer Kurve: Günter Czieslik, Sohn Andreas und die Enkelkinder.

Am Samstag ging der große Wunsch von Günter Czieslik in Erfüllung: Einmal mit der Familie ins Stadion zur Fortuna aus Düsseldorf. Mit seinem Sohn und drei Enkeln besuchte er die Partie gegen den SC Freiburg, die für seine Mannschaft mit 1:2 verloren ging. „Es war trotzdem ein toller Ausflug, für mich wurde ein Traum wahr“, sagt der 80-jährige Bewohner aus dem St. Marien Altenheim in Monheim. Dass er mit vier weiteren Bewohnern und Angehörigen das Spiel der 2. Bundesliga verfolgen konnte, lag am Einsatz der Altenpflegerinnen und -pfleger rund um Markus Schmitz. „Es ist schon der fünfte Ausflug ins Stadion, aber nie haben wir es mit so vielen Angehörigen geschafft“, sagt der Leiter von Wohnbereich 1. In voller Montur, mit roter Brille, Trikot und Schals genossen die auf den Rollstuhl angewiesenen Bewohner und das Team den Nachmittag. Kein geringer Aufwand. „Natürlich muss man viele Vorkehrungen treffen, aber solche Erlebnisse bereichern, deswegen machen wir das gerne.“

Mit dabei war neben Gerhard Schleicher, Wilhelm-Gustav Herweg und Karl-Heinz Preylowski auch Hermann Heinlein. Für den 72-Jährigen steht nach der dritten Niederlage fest: „Es wird schwer für uns, aus dem Tabellenkeller rauszukommen.“ Seit er denken kann, sei er Fortuna-Fan. „Ich habe alles mitgemacht, die guten und die schlechten Zeiten, die verschiedenen Stadien. Fortuna ist mein Leben.“ Auch sonst spiele Fußball eine große Rolle für ihn und das Leben im St. Marien Altenheim. „Wir gucken alle Spiele und die Sportschau.“ Wenn Markus Schmitz Spätschicht hat, organisiert er immer den Fußball-Stammtisch auf seinem Wohnbereich. „Dann gibt es Chips, ein kühles Bier und wir fachsimpeln über die aktuellen Ereignisse oder gucken die Übertragungen.“ Als Fan des FC Bayern habe er es da manches Mal schwer. „Von den Düsseldorfern wird man nach einer Pleite natürlich besonders gern aufgezogen“, sagt der 38-Jährige. An seinem Einsatz werde das nichts ändern. Unterstützt wird er von den Arbeitskolleginnen und -kollegen. „Auf das Team im Haus bin ich sehr stolz, es ist für alle eine Herzensangelegenheit und wir arbeiten wie in einer Familie.“ Für die Fortuna geht es am Sonntag ins Nürnberger Stadion, doch auch für die Monheimer Fußballfans soll es bald wieder Stadionkurve statt Sportschau heißen. „Die Pläne für den nächsten Besuch laufen auf Hochtouren.“

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