Ein Glücksfall für die ganze Stadt

  „Wenn wir heute die Menschen hier gezählt hätten, hätten wir uns vermutlich erschrocken“, zeigte sich der erschöpfte aber sichtlich glückliche Treffpunkt-Vorsitzende Jürgen Prinz angesichts der auch am späten Sonntagnachmittag noch immer prall gefüllten Innenstadt sichtlich beeindruckt.

„Ich wusste gar nicht, dass in Monheim so viele Leute leben“, stieß der Werbegemeinschaftsvorsitzende der Rathaus-Center-Gemeinschaft Hans-Dieter Frey ins gleiche Horn. „Auch bei uns in den Geschäften war richtig viel los. Wir im Center profitieren sonst ja immer ein bisschen davon, wenn es mal regnet, weil die Menschen sich dann unter unser Dach flüchten und die Vorteile einer zusammenhängenden Einkaufspassage nutzen. Aber diesmal war es wirklich so voll in der Stadt – selbst wenn da nur jeder zehnte Besucher eine Kleinigkeit mitgenommen hat, hat sich das für uns gelohnt. Ich kann nur sagen: Wir sind voll des Lobes für die Stadt.“

Ein Lob, das Monheims Bürgermeister gerne an die vielen beteiligten Vereine an diesem so gelungenen Wochenende weitergab. „Das ist hier heute das Ergebnis einer großen Gemeinschaftsleistung“, betonte Daniel Zimmermann immer wieder. Und auch seine Rathausrallye war wieder ein riesiger Erfolg. So sympathisch und bürgernah gibt sich die Verwaltung tatsächlich längst nicht allerorten.

„Fantastisch, absolute Spitzenklasse – das war echtes Erlebnis-Shopping! Und das hat wirklich so richtig Spaß gemacht“, zeigte sich auch Rathaus-Center-Manager Dirk Strehlau tief beeindruckt von dem, was da an diesem Wochenende in Monheim am Rhein passiert ist. Und er sprach das an, was für alle Besucher an den drei Tagen förmlich greifbar war: „Die Stimmung in der gesamten Stadt war einfach toll, unter den Veranstaltern, die alle mit anpackten, und ebenso unter den Besuchern.“

Und dass diese positive Stimmung regelrecht über der Stadt zu schweben schien, belegte vor allem der Sonntagabend, als auch nach 18 Uhr und dem eigentlichen Ende des Festes, irgendwie noch niemand so recht wieder nach Hause gehen wollte.

Wie konnte das alles passieren? Nun, es passten diesmal einfach sehr, sehr viele Dinge. Im letzten Jahr hatte der Wochen-Anzeiger noch empfohlen, den Sonntag wie beim Martinsmarkt doch mit einem Gottesdienst im Center beginnen zu lassen, um den guten Draht nach oben für die Bitte um besseres Wetter als bei der Stadtfest-Premiere 2010 zu nutzen. Und was soll man sagen? Diesmal schien tatsächlich die Sonne – und machte „Lust auf Meer!“ Als Glücksgriff erwies sich am Samstag auch die Idee, den Gänselieselmarkt die Alte Schulstraße hinauf bis ins Stadtzentrum laufen zu lassen. Eine gelungene Anbindung! Und eine mindestens ebenso gelungene Anbindung, ja vielleicht das entscheidende Glied in der Erfolgskette, war der Nordseemarkt auf dem Rathausplatz, mit Strandbar, ganz viel Sand und ganz viel Flair. Dort hatte der Treffpunkt Monheim diesmal seine Holzhütten vom Weihnachtsmarkt aufgebaut, und Tina und Ralf Gethmann sorgten anschließend nicht nur für ein fantastisches Catering, sondern zauberten echte Atmosphäre in die kleine Strandlandschaft, die auch dank der einheitlichen Hütten diesmal wie aus einem Guss wirkte. Hier ging man einfach gerne durch und staunte. Und so wurden Eierplatz und Heinestraße diesmal so richtig mit in das Gesamtgeschehen eingebunden. Egal ob auf der Kunstmeile oder auf dem weiten Areal vor der Eierplatzbühne – Menschen wo man nur hinsah. „So voll hat man die Monheimer Fußgängerzone definitiv seit Jahren nicht mehr gesehen“, lobte Optikermeister Stephan Gawin stellvertretend für alle Händler in der Heinestraße. Und er sprach jenen Mut zu, die in all der Euphorie den einzigen Wermutstropfen hinzunehmen hatten. Die Beach-Party der Gromoka zündete vor der Eierplatzbühne (noch!) nicht so wie erhofft. Für den Bikini war es am Samstagabend dann doch ein wenig zu kalt. Auch die zahlreichen Securitykräfte und vielleicht sogar der, wenn auch nur sehr niedrige, Eintrittspreis von 3 Euro schreckten mit Blick auf das kostenlose und richtig gute Bühnenprogramm zum „Rheinischen Abend“ auf der Krischerstraße offenbar etwas ab. Stephan Gawin: „Schade, das Ganze hätte vielleicht etwas offener und heller gestaltet sein müssen. Und wir hätten vom Rathaus-Center aus zum Beispiel noch jede Menge Heizkanonen gehabt. Was Ralf Volgmann und sein Team da beim Aufbau geleistet haben, war eigentlich richtig super. Darauf kann man aufbauen. Vielleicht klappt es mit vereinten Kräften im nächsten Jahr noch besser.“

Ein Stadtfest wird es im nächsten Jahr nach diesen drei tollen Monheimer Tagen auf jeden Fall wieder geben. „Ich hab‘ der Petra Mackenbrock eben schon gesagt, wenn Sie wieder mit dabei ist, und die Organisation übernimmt, sind wir auch wieder mit dabei“, so das Versprechen der ebenfalls zum Ende ebenso erschöpften wie glücklichen Tina Gethmann am Sonntagabend. Und Sorgen muss sie sich da wohl nicht machen. Petra Mackenbrock: „Es waren wirklich drei richtig tolle Tage. Wir denken schon über ein neues Motto für 2012 nach. Aber ich verrat‘ noch nix!“ Fest steht: Dieses Wochenende hat tatsächlich nicht nur Lust auf Meer, sondern auch Lust auf mehr gemacht. Center-Manager Dirk Strehlau: „Es war ein Glücksfall für die ganze Stadt.“ Und manchmal kann man Glück eben auch planen. Danke trotzdem nochmal an den Wettergott. Hätte es den Dauerregen vom gestrigen Dienstag am Sonntag gegeben, wäre erneut viel Mühe den Bach runtergegangen. Beim Monheimer Stadtfest 2011 aber war das Glück mit den Tüchtigen.
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