Flüchtlinge: Alle wollen helfen

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Nicht weniger als 35 Kilogramm Äpfel haben die Senioreng geschält. Foto: Birte Hauke (Foto: Birte Hauke)
147 Menschen leben seit fast einem Monat in der als Notunterkunft hergerichteten Liselott-Diem-Sporthalle im Rahmen einer vom Land angeordneten Erstaufnahme. Die Welle der Monheimer Hilfsbereitschaft ist ungebrochen. Aktuelles Beispiel: Im Altenheim St. Marien haben Senioren zehn Bleche Apfelkuchen gebacken. Nicht weniger als 35 Kilo Äpfel wurden dafür geschält und geschnitten - gespendet von Angehörigen und Mitarbeitern des Heims.

„Viele unserer Bewohner sind im und nach dem Zweiten Weltkrieg selbst Flüchtlinge gewesen. Die Bilder in den Medien haben die Erinnerungen wieder aufleben lassen. Sie wollen helfen“, erläutert Heike Jaspers vom Sozialen Dienst in St. Marien. Sie koordiniert die Aktion. „Es ist ein gutes Gefühl zu helfen. Ich war 1945 selbst ein Flüchtling, kam aus Hinterpommern. Ich weiß, wie schlimm das ist“, sagt zum Beispiel die 88-jährige Gerda Bösel. Morgens wird gebacken, am Nachmittag der Kuchen an die Flüchtlinge in Baumberg verteilt.

„Die Welle der Hilfsbereitschaft ist nach wie vor beeindruckend. Wir können wirklich stolz sein“, betont Bürgermeister Daniel Zimmermann. Die Bürger-Hotline der Stadtverwaltung wird weiterhin gut angenommen. Unter Telefon (02173) 951-4444 ist wochentags zu erfahren, wo Sachspenden abgegeben werden können. E-Mail: fluechtlinge@monheim.de. Inzwischen ist auch die DRK-Kleiderkammer an der Grabenstraße wieder geöffnet. Sie musste für einige Zeit schließen, weil sie vom hohen Spendenaufkommen regelrecht überrannt worden war.

Viele Menschen wollen Geld spenden. Die Stadt hat bewusst kein eigenes Spendenkonto eingerichtet, sondern bittet darum, die Hilfsorganisationen vor Ort zu unterstützen.

Rotes Kreuz


Das Deutsche Rote Kreuz (IBAN: DE04 3706 9521 0004 8120 18) sammelt vor allem Kleiderspenden und Geld für Ausrüstung. Ansprechpartner ist der Vorsitzende des Monheimer Ortsvereins, Clemens Schwarz, Telefon (0211) 91 26 43 22 oder (02173) 69 10 11.

Technisches Hilfswerk


Vom Technischen Hilfswerk (THW) unterstützen der Helferverein THW Ratingen (IBAN: DE33 3345 0000 0042 1372 73), die Helfer- und Fördervereinigung des THW Hilden (IBAN: DE73 3345 0000 0034 4027 43) und der Helferverein THW Düsseldorf (IBAN: DE19 3004 0000 0311 1333 00) die Flüchtlinge in Baumberg. Das THW finanziert Ausstattung, die vom Bund nicht übernommen wird. Ansprechpartner sind Daniel Klaus, Telefon (0171) 57 91 940, Christoph Sterzinger, per Mail christoph@sterzinger.net, und Rolf Sommer, per Mail rolf_sommer@t-online.de.

Malteser Hilfsdienst


Der Maltester Hilfsdienst in Monheim hat für die Flüchtlinge in Baumberg ein eigenes Spendenkonto eingerichtet (IBAN: DE42 3706 0193 1201 2106 03). Ansprechpartner ist Klemens Thiemann, per Mail klemens.thiemann@malteser-monheim.de.

Feuewehr


Auch die Monheimer Feuerwehr ist vor Ort im Einsatz (Kontonummer 145 740 18, Raiffeisenbank Rhein-Berg, BLZ 370 695 21). Ansprechpartner ist Achim Bremer, Telefon (02173) 951-373 oder per Mail: ABremer@monheim.de.

Bücherspende


Die Erich-Peters-Stiftung hat Ursula Niebuhr von der Volkshochschule Monheim 110 Englisch-Wörterbücher für Flüchtlinge übergeben. Sie sollen den Flüchtlingen für den täglichen Gebrauch und im VHS-Deutschunterricht zur Verfügung stehen.

Sport für Flüchtlinge


Die Sportgemeinschaft Monheim bietet in Zusammenarbeit mit dem Sozialamt der Stadt allen Flüchtlingen die Möglichkeit an, kostenlos Sport zu treiben. Zum einen in allen Abteilungen, wie beispielsweise Tischtennis, Leichtathletik, Basketball, Handball. Hier werden die Flüchtlinge in den normalen Sportbetrieb integriert. Zum anderen gibt es eine Fussballgruppe, die einmal wöchentlich auf dem Jahnplatz trainiert. Weitere Informationen gibt es bei Sigrid Scheerhans unter Telefon (02173) 54843 oder per E-Mail an sigrid.scheerhans@sgm-monheim.de.
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