Großschlägerei war Privatstreit

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(Foto: Polizei Mettmann)
Am späten Sonntagabend, 14. August, gegen 22.45 Uhr, wurde die Polizei von Anwohnern der Friedrichstraße alarmiert, weil es dort im Bereich der Fußgängerzone zu einer tumultartigen Auseinandersetzung von rund 30 bis 40 Personen gekommen sein sollte.

Als Polizei eintraf, waren viele Personen bereits verschwunden


Als erste polizeiliche Kräfte nur wenige Minuten später am Einsatzort in Höhe Ernst-Reuter-Platz ankamen, war dort keine Schlägerei mehr feststellbar. Vielmehr hatten offenbar viele der zuvor gemeldeten Personen den Ort bereits in unbekannte Richtung verlassen.
Weil aber zwischen zwei anwesenden Gruppen, insgesamt immer noch aus rund 20 Männern bestehend, eine feindlich anmutende Grundstimmung herrschte und die Hintergründe des vorherigen Tumultes nicht erkennbar waren, wurden weitere polizeiliche Unterstützungskräfte aus dem Kreis Mettmann, aber auch aus unmittelbar benachbarten Polizeibehörden in den Einsatz gerufen. Die Polizei führte Befragungen und Personalienfeststellungen durch.

Kopfverletzung und Stich- oder Schnittwunden am Oberkörper


Dabei trafen sie auf einen 33-jährigen Mann, der eine stark blutende Verletzung am Kopf sowie eine Stich- oder Schnittverletzung am Oberkörper aufwies. Nach notärztlicher Erstversorgung wurde der Verletzte mit einem Rettungswagen in eine Düsseldorfer Klinik gebracht.
Die Befragung aller vor Ort angetroffen Personen führte nicht zur vollständigen Klärung der Ereignisse, da viele von ihnen angeblich nichts gesehen hatten oder ihre Aussage verweigerten.
Dennoch konnte ermittelt werden, dass es zwischen dem Verletzten und einem weiteren, noch nicht genau identifizierten Mann, zu einem privaten Streit gekommen sein soll, der durch den Zustrom vieler Unbeteiligter tumultartig eskalierte. Die Polizei sprach gleich mehrfach Platzverweise aus, denen auch schnell Folge geleistet wurde.

In den darauffolgenden Stunden blieb es ruhig


Eine Befragung des Verletzten, unmittelbar nach seiner ärztlichen Behandlung in der Düsseldorfer Klinik, führte ebenfalls nicht zu einer weiteren Aufhellung der Ereignisse, da der 33-Jährige nach eigenen Angaben Erinnerungslücken zum Vorfall hat.
Seine Kopfverletzung, die von einem Schlag mit einer Glasflasche stammen könnte, wurde genauso ambulant behandelt, wie die am Tatort festgestellte Schnitt- oder Stichverletzung, die sich bei ärztlicher Begutachtung als oberflächlich erwies. Ob diese von einem Messer, einer Scherbe oder einem anderen scharfkantigen Gegenstand verursacht wurde, ist bisher noch nicht geklärt. Während der polizeilichen Maßnahmen am Tatort wurden weder Messer, noch sonstige Waffen oder besonders scharfe Gegenstände aufgefunden, welche die festgestellte Verletzung verursacht haben könnten.
Die polizeilichen Ermittlungen zum Vorfall dauern weiterhin an und werden von der örtlichen Kriminalpolizei geführt.

Ermittler bitten um Hinweise


Die Ermittler hoffen dringend auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung zur vollständigen Klärung der Vorkommnisse und Hintergründe im eingeleiteten Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer (02173) 9594-6550 entgegen. Polizeikräfte aus dem Kreis Mettmann, aber auch aus unmittelbar benachbarten Polizeibehörden wurden in den Einsatz gerufen. Symbolbild: Polizei Mettmann
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