Kita "Baumberger Pänz": Glücklich im Provisorium

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Die Kinder sind zufrieden mit ihrer Kita im Container.
 
Fotos: Michael de Clerque
Ende letzter Woche – quasi zum „zweimonatigen“ Geburtstag – kam die Genehmigung vom Landesjugendamt: Die Awo-Kindertagesstätte an der Linzer Straße in Baumberg darf zu ihren bisherigen 30 Kindern im Sommer noch 40 weitere Kinder in der Altersgruppe über 3 Jahre (Ü3) aufnehmen, und darüber ist Leiterin Ulrike Töpfer sehr froh. Denn die Nachfrage ist groß.

Von Elfie Steckel

Die Anzahl der Kindergärten in Monheim zu nennen fällt selbst der langjährigen und erfahrenen Leiterin schwer – so schnell wächst die Stadt und mit ihr das Angebot und der Bedarf an Einrichtungen für die Kinder. 30 Baumberger Pänz durften sich allerdings zum Jahresbeginn freuen und in ihre „Container“ einziehen.

16 Mädchen und Jungen sind noch unter drei, 14 schon über drei Jahre alt. Sie werden von 4,5 Fachkräften betreut, die in wenigen Tagen Verstärkung erhalten. In der Einrichtung „Baumberger Pänz“ stellt man sich schon langsam auf den Zuwachs ein. Sie alle machen einen sehr zufriedenen Eindruck – auch wenn sie „nur“ in einem Provisorium untergebracht sind. Die beiden neuen Kitas an der Bregenzer und der Benrather Straße sind nämlich erst in gut einem Jahr bezugsfertig.

Wer nun gedacht (oder befürchtet) hatte, ganze Tage in Containern zu verbringen sei ein trauriges Los, der wird hier schnell eines Besseren belehrt. Die Container sind großzügig, hell und freundlich angelegt und bieten für das offene Konzept, das hier praktiziert wird, ganz viel Raum. In keiner Wohnung finden die Kinder so viel Platz, um sich in die verschiedenen Spielbereiche einzuteilen.

Neben der „Stammgruppe“ können die Kinder nämlich frei entscheiden, ob sie gerade spielen, basteln, toben oder kuscheln wollen. Platz ist ausreichend vorhanden, und die Beschäftigungsmöglichkeiten und -anleitungen sind schier unbegrenzt. Bei unserem Besuch erleben wir gerade emsige Bastelaktionen für den Osterhasen. Die Räume sind – so erklärt Ulrike Töpfer – bewusst spärlich möbliert, um viel Raum für Bewegung zu lassen.

Auch im „Container“ gibt es alles, was man für die Betreuung, Erziehung und Versorgung kleiner Kinder braucht: Im Esszimmer gibt es morgens ein Frühstücksbuffet, zwischen 12 und 13 Uhr wird Mittagessen serviert, und nach dem Schläfchen gibt es noch den Nachmittagssnack. Jedes Kind, das noch einen Mittagsschlaf braucht, hat sein eigenes Bettchen (ein weiches Viereck, ähnlich einem Bällebad) mit eigener Bettwäsche. Dazu gibt es für jede Gruppe eine Garderobe mit persönlichem Spind und daneben die niedlichen Toiletten, die für die Kleinsten noch kleiner sind als meine Salatschüssel. Küche, Büro der Chefin und ein Besprechungsraum runden die Räumlichkeiten ab. Das Außengelände dürfen die „Baumberger Pänz“ vom benachbarten Familienzentrum Villa Kunterbunt und Regenbogen mitbenutzen, bis das Gras auf der Container umgebenden Wiese gewachsen und strapazierfähig geworden ist.

Lässt sich nach zwei Monaten schon ein Fazit ziehen? Ulrike Töpfer beantwortet diese Frage mit einem klaren „Ja. Wir sind hier sehr gut angekommen. Es geht uns richtig gut, und wir freuen uns auf die Vergrößerung. Die Eltern sind positiv eingestellt und unterstützen uns wo es nur geht. Und wir haben noch viele Pläne: Wie der Name Baumberger Pänz schon sagt, wollen wir uns mit der Stadt und besonders mit unserem Stadtteil identifizieren. Wir wollen Ausflüge machen und die Stadt erkunden, vom Wochenmarkt über das Rathaus, von Neubaugebieten bis zu historischen Vierteln, wir wollen die Bücherei kennenlernen...“

Tag der offenen Tür

Zum Kennenlernen haben alle Interessenten Gelegenheit am 10. Juni, wenn ein Tag der offenen Tür stattfinden soll. Das benachbarte Familienzentrum ist zuvor schon am 24. Mai Gastgeber beim 1. Sponsorenlauf, den der Förderverein veranstaltet. Mehr zu beiden Terminen zu gegebener Zeit.
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