Nachbarschaftsstreit führt zu Großeinsatz der Polizei

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Die Polizei musste wegen eines Nachbarschaftsstreits mit zehn Einsatzwagen ausrücken. (Foto: Jochen Tack Fotografie)
Am vergangenen Samstagabend kam es nach einem Streit unter Nachbarn eines Mehrfamilienhauses an der Tegeler Straße in Monheim zu einem Großeinsatz von Polizei und Rettungsdienst. Gegen 21 Uhr wurde der Polizei Monheim eine Schlägerei mit einer größeren Anzahl von Personen gemeldet.

Zunächst wurden drei Streifenwagen aus Monheim und Langenfeld zum Einsatzort entsandt. Da immer mehr Meldungen aus dem betroffenen Haus bei der Polizei eingingen, wurden Verstärkungskräfte der Polizei Hilden, der Polizeisonderdienste (mit einem Diensthundeführer mit seinem Polizeihund) zur Unterstützung der örtlichen Polizei entsandt. Zwischenzeitlich waren zehn Einsatzwagen mit 20 Polizeibeamten eingesetzt. Da von mehreren Verletzten berichtet wurde, entsendete die Feuerwehr Monheim zwei Rettungswagen und den Notarzt zur Tegeler Straße. Die Lage war zunächst sehr unübersichtlich, viele Schaulustige hatten sich vor dem Haus versammelt. Für die Polizei war es schwierig, Schaulustige und Beteiligte der gemeldeten Schlägerei auseinander zu halten.

Letztendlich konnte folgender Sachverhalt ermittelt werden: Die elf- und zwölfjährigen Kinder von zwei Familien mit Migrationshintergrund spielten vor dem Haus. Im Laufe des Spieles kam es zum Streit unter den Kindern. Die Mutter des elfjährigen Jungen kam dazu und wies den zwölfjährigen Jungen zurecht. Das Zurechtweisen war offenbar so prägnant, dass der Junge zu seiner Mutter lief.
Mittlerweile waren alle Beteiligten in das Haus zurückgekehrt. Die 35-jährige Mutter des zwölfjährigen war über das Verhalten der anderen Mutter (38 Jahre) brüskiert und suchte ihre Nachbarin auf. Das folgende Streitgespräch eskalierte und die beiden Frauen gingen aufeinander los. Um den Streit zu schlichten, eilten weitere Familienmitglieder hinzu. Immer mehr Personen gingen aufeinander los.

Anschließend wurde von einer noch nicht ermittelten Person Pfefferspray versprüht. Der Einsatz des Pfeffersprays führte zur Beendigung des Handgemenges. Die Angabe der Verletzten schwankt. Die Polizei geht von insgesamt sieben Verletzten aus, die Rettungskräfte von fünf. Die Polizei konnte gegen 21.30 Uhr sechs der zehn Einsatzwagen abziehen, die übrigen Streifenwagen verblieben bis kurz nach 22 Uhr vor Ort.

Rettungsdiensteinsatz nach Auseinandersetzung

Die Feuerwehr hat fünf Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug, ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, den Einsatzführungsdienst sowie den Leitenden Notarzt des Kreises entsandt. Alle Patienten wurden notfallmedizinisch versorgt und den umliegenden Krankenhäusern zugeführt.
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