Polizei und Feuerwehr: Jahresrückblick 2016 (Teil I)

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Polizei und Feuerwehr hatten 2016 wieder zahlreiche Einsätze in Monheim und Baumberg. (Foto: Polizei Mettmann/Symbolfoto)

Polizei und Feuerwehr hatten 2016 wieder zahlreiche Einsätze in Monheim und Baumberg. Mit dankenswerter Unterstützung von Stadtarchivar Michael Hohmeier blicken wir hier auf das erste Vierteljahr zurück.

Januar

6. Januar: Ein mysteriöser Unfall ereignet sich gegen 0.45 Uhr vor dem Wohnhaus Schöneberger Straße 5. Nachdem ein Pkw gegen einen Baum geprallt ist, rollen mehrere Personen den stark beschädigten Wagen weg zu einem nahegelegenen Parkplatz. Als die Polizei am Unfallort eintrifft, laufen 15 bis 20 Personen davon. Drei weitere Personen werden von den Beamten kontrolliert, wobei sich keine Einzelheiten zum Unfallhergang ergeben.

9. Januar: Gegen 19.45 Uhr wird der Feuerwehr ein brennender Pkw auf einem Parkplatz an der Tegeler Straße gemeldet. Obwohl der Brand schnell gelöscht werden kann, entsteht an dem Auto Totalschaden.

10. Januar: Gegen 21.35 Uhr wird abermals ein brennender Pkw gemeldet, diesmal auf dem Parkplatz zwischen Mehlpfad und Berliner Ring. Trotz schneller Löschmaßnahmen greifen die Flammen auf einen weiteren Wagen über. Von dem ersten Pkw bleibt nur ein ausgebranntes Wrack über, der zweite wird erheblich beschädigt. Der Gesamtsachschaden beträgt 20.000 Euro. Ausgelaufenes Benzin dringt in Pflasterung und Erdreich ein. Die von der Stadt veranlasste Sanierung dauert etwa drei Wochen, wobei die Hälfte der 89 Stellplätze vorübergehend entfällt. In beiden Fällen geht die Polizei von Brandstiftung aus.

18. Januar: Feuerwehr und Polizei werden gegen 20.55 Uhr zu einem Fahrzeugbrand an der Tegeler Straße gerufen. Obwohl die Feuerwehr den brennenden Pkw sehr schnell löschen kann, wird ein danebenstehendes Fahrzeug ebenfalls beschädigt. Der Sachschaden beträgt insgesamt viertausend Euro. Wieder sieht es nach Brandstiftung aus. Laut Zeugen soll unmittelbar nach Entdeckung des Brandes eine männliche, schwarz gekleidete Person vom Tatort weggelaufen sein.

20. Januar: Abermals brennen Autos, diesmal an der Potsdamer Straße auf dem Parkdeck des Kaufland-Markts. Um 22.48 Uhr gehen bei Polizei und Feuerwehr Notrufe ein. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte brennt ein Pkw in voller Ausdehnung, zwei daneben geparkte Wagen werden beschädigt. Zudem brennt es in einiger Entfernung im Motorraum eines weiteren Pkw. Die Feuerwehr hat die Brände alsbald unter Kontrolle. Der Gesamtsachschaden beträgt mindestens zehntausend Euro. Die Ermittlungen ergeben wiederum deutliche Hinweise auf Brandstiftung.

Februar 2016

1. Februar: Fahrgäste eines Linienbusses bemerken gegen 23.20 Uhr am Berliner Ring, gegenüber dem Parkdeck von Kaufland, einen Fahrzeugbrand. Der Feuerschein aus einem geschlossenen Cabriolet veranlasst die Zeugen zum sofortigen Eingreifen. Mit einem Feuerlöscher aus dem Bus bekämpfen sie die Flammen, sodass die zugleich herbeigerufene Feuerwehr nicht mehr tätig werden muss. Nach ersten Ermittlungen der Polizei wurde das Feuer vorsätzlich gelegt. Der Sachschaden beträgt mindestens zweitausend Euro.

21. Februar: Erneut müssen Feuerwehr und Polizei zu einem Fahrzeugbrand ausrücken. Gegen 20.50 Uhr schlagen an der Tegeler Straße Flammen aus einem abgemeldeten Pkw. Die Feuerwehr hat den Brand schnell gelöscht und verhindert so ein Übergreifen auf weitere Fahrzeuge. Der Sachschaden beträgt etwa 1500 Euro. Ursache ist wahrscheinlich auch diesmal Brandstiftung.

23. Februar: Ein siebzigjähriger Monheimer wird kurz vor 20 Uhr auf der Neustraße von zwei jungen Männern mit einem Messer bedroht und zur Herausgabe seiner Geldbörse gezwungen. Als der Geschädigte laut um Hilfe ruft, setzen zwei Passanten den flüchtenden Räubern nach. Den 24 und 25 Jahre alten Männern gelingt es, die Täter zu ergreifen und bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Die Täter, beide 17 Jahre alt, werden wegen Räuberischer Erpressung dem Haftrichter vorgeführt und in Untersuchungshaft gegen die beiden Monheimer genommen.Der überfallene Senior kommt mit dem Schrecken davon. Seine Geldbörse erhält er vollständig zurück. Den beiden couragierten Zeugen danken am 7. März Landrat Thomas Hendele, Leitender Polizeidirektor Manfred Frorath und der Leiter der Monheimer Polizeiwache, Hauptkommissar Michael Pütz.

27. Februar: Randale überschattet das Fußball-Landesligaspiel zwischen den Sportfreunden Baumberg und dem FC Remscheid im MEGA-Stadion. Vor dem Eingang liefern sich ab 15.45 Uhr etwa fünfzig Anhänger beider Vereine Auseinandersetzungen, wobei auch Bierflaschen geworfen werden. Ein großes Polizeiaufgebot trennt die rivalisierenden Gruppen und überwacht den Spielverlauf. Nach Schätzung der Polizei halten sich im Stadion insgesamt 120 Fans aus Remscheid und 330 aus Baumberg auf. Nach dem Spiel, das mit 2:2 ausgeht, hindern nach Angaben der Polizei Baumberger einen Bus mit Remscheider Fans an der Weiterfahrt. Mit Pfefferspray und Schlagstock beendet die Polizei die Blockade. Jeweils leicht verletzt werden ein Remscheider durch einen Flaschenwurf und ein Baumberger durch Pfefferspray. Zwei Ermittlungsverfahren wegen Gefährlicher Körperverletzung und Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr werden eingeleitet. Zur Verhinderung von Straftaten wird ein Baumberger in Gewahrsam genommen. Der Einsatz endet gegen 18.45 Uhr.

29. Februar: Opfer eines Trickdiebs wird eine 75-jährige Anwohnerin der Kirchstraße. Gegen 13.50 Uhr verschafft sich ein Mann, der sich als Heizungsmonteur ausgibt, Zugang zur Wohnung der Frau. Während vermeintlicher Überprüfungsarbeiten durchstreift der Mann die Räume. Kurz nachdem er sich verabschiedet hat, bemerkt die Rentnerin den Verlust eine Schatulle mit Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro. Der umgehend alarmierten Polizei entgeht der flüchtige Täter.

März 2016

11. März: Bei Reinigungsarbeiten an einer Stahlpresse kommt es bei der Firma Odermath Stahlwerkstechnik am Kielsgraben gegen 18 Uhr zu einer Verpuffung. Dabei wird ein Mitarbeiter schwer verletzt und es entsteht ein Brand. Vorsorglich fordert die Monheimer Feuerwehr zusätzliche Kräfte aus Langenfeld, Hilden, Erkrath und Düsseldorf an, ferner einen Rettungshubschrauber zum Abtransport des Verletzten.

13. März: Gegen 21.25 Uhr brennen an der Tegeler Straße ein Auto und ein Müllcontainer. Beim Blick aus dem Fenster sieht ein Anwohner, dass aus einem geparkten Pkw Flammen schlagen. Der Mann läuft auf die Straße und erstickt den Brand mit einem Feuerlöscher. Rund zweihundert Meter davon entfernt brennt unterdessen ein Müllcontainer in voller Ausdehnung. Die Feuerwehr kann das Feuer schnell löschen. Die Polizei nimmt an, dass beide Brände vorsätzlich gelegt wurden.

16. März: Bei Arbeitsantritt gegen 6.30 Uhr stellen Beschäftigte einer Baufirma fest, dass ein am Vortag auf der Baustelle für die Rampe vom Berliner Ring zur Friedhofstraße verschlossen abgestellter Radlader verschwunden ist. Die 5,3 Tonnen schwere und bis zu zwanzig Stundenkilometer schnelle Maschine im Wert von sechzigtausend Euro wurde offenbar mit eigener Kraft davongefahren. Gegen 22.40 Uhr hatten Anwohner Motorengeräusch gehört.

19. März: Am Nachmittag wird die Feuerwehr zum Kaufland-Markt an der Friedrichstraße gerufen. Beim Umpacken von Bananen aus Ecuador hatte der Marktleiter eine ihm gefährlich erscheinende Spinne entdeckt. Das acht Millimeter große Tierchen wird in einem Glas gefangen. Ein spezialisierter Veterinär meint nach Betrachtung eines ihm übermittelten Handy-Fotos, es könne sich um eine Bananenspinne handeln, die als hochgiftig gelte. Die Monheimer Feuerwehr sperrt das Untergeschoss des Kaufland-Markts und kontrolliert in Schutzkleidung die Räumlichkeiten und sämtliche Bananenkisten. Wie sich später bei näherer Untersuchung der Spinne herausstellt, ist sie zwar exotischer Herkunft, aber weniger gefährlich als angenommen. Es war keine Bananen-, sondern eine Krabbenspinne.
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