Singen verbindet: Integrationspreis geht an multikulturellen Chor

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Rabih Lahoud, Chorleiter und Initiator des Projektes.
Gemeinsames Singen verbindet Menschen unterschiedlicher Herkunft: Den Beweis liefert der „Pop-Chor“ von Rabih Lahoud. Für das Projekt, das er gemeinsam mit dem evangelischen Pfarrer Peter Becker ins Leben gerufen hat, wird er jetzt mit dem Intergrationspreis der Stadt Monheim ausgezeichnet.

Die Preisübergabe erfolgt am Donnerstag, 2. Februar, im Anschluss an die Sitzung des Integrationsrates um 18 Uhr im Ratssaal. Die Feierstunde, bei der Gäste willkommen sind, wird eingerahmt durch einen Auftritt des Chores.

Rabih Lahoud kam mit 19 Jahren aus dem Libanon nach Düsseldorf, um an der Robert-Schumann-Hochschule sein Musikstudium fortzusetzen. Mittlerweile arbeitet er hier als Dozent für populären Gesang. Motiviert von der steigenden Zahl der Flüchtlinge in Monheim entwickelte er in Zusammenarbeit mit Peter Becker die Idee eines mehrsprachigen Pop-Chores. Mittlerweile treffen sich jeden Freitag rund 50 Erwachsene und 15 Kinder, darunter auch Flüchtlingsfamilien, im Gemeindezentrum der Friedenskirche.

„Der Chor schafft Gelegenheit zum Austausch und fördert Menschen in kreativer, künstlerischer und musischer Weise“, erklärt Hans-Peter-Anstatt, Leiter der städtischen Abteilung Integration, Ehrenamt und Pflege. Auf der Basis der Musik könnten Vorurteile und Hemmungen überwunden werden. "Bei der Entwicklung der Projektidee, der Mitgliedergewinnung, der Einbindung von Partnern und der Gestaltung einer ansprechenden Werbung wurden innovative Ideen entwickelt und tatkräftig umgesetzt“, lobt Anstatt.

Die Auszeichnung ist mit 1000 Euro dotiert. Voraussetzung für die Verleihung ist ein herausragendes, ehrenamtliches Engagement in einem nachhaltigen, innovativen Projekt mit Pionierfunktion. Preisträger werden zunächst von einer Jury ausgewählt, der Stadtrat bestätigt die Entscheidung.
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