Stadt und Schule: Das Bindeglied hat ein Gesicht

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André Betz, hier am Brunnen des Otto-Hahn-Gymnasiums, ist gerne das Bindeglied zwischen Stadtverwaltung und Schulen. (Foto: Norbert Jakobs)

André Betz ist seit einigen Monaten im Monheimer Rathaus der erste pädagogische Mitarbeiter für Schulentwicklung. Er soll die Zusammenarbeit mit den Schulen noch effektiver gestalten

In Siegen auf Lehramt studiert. Referendariat in Aachen. Von der Grund- über die Haupt- und Realschule bis zur Gesamtschule reicht die Qualifikation. Ein breites Spektrum - und doch sitzt André Betz jetzt im Monheimer Rathaus.

"Pädagogischer Mitarbeiter für Schulentwicklung" hieß es in der Stellenausschreibung. Ein Lehrer auf der "anderen Seite" in Reihen der Stadtverwaltung? "Nein", sagt André Betz. Denn für den 34-Jährigen ist es schlicht nicht die andere Seite. Er sieht sich als Bindeglied. Und seit der Einführung dieser Stelle im September 2015 geht die Stadtverwaltung tatsächlich neue Wege im Bereich Schulen. Das Rad wird nicht neu erfunden. Aber es wird noch effektiver geölt.

Die Stadt als Schulträgerin schafft die Infrastruktur. Die Pädagogik obliegt den Schulen. Das ist die gängige Lehre. "Verwaltungen und Schulen sprechen manchmal doch eine unterschiedliche Sprache", sagt André Betz und lacht. Damit das in Monheim am Rhein möglichst selten passiert, ist seine Stelle eingerichtet worden. Natürlich ist er Teil der Verwaltung - aber auch wieder das Ohr für die Monheimer Schulen.

Mit seinen 34 Jahren kann André Betz dabei schon auf reichlich Erfahrung zurückblicken. Im Auftrag der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen war er fünf Jahre in Georgiens Hauptstadt Tiflis. Dort hat er eine internationale deutsche Schule aufgebaut - und bereits tiefere Einblicke in Verwaltungsarbeit bekommen. "Als Rektor war ich kaum noch in Klassenzimmern. Es war unglaublich viel Büroarbeit zu erledigen. Spaß gemacht hat es trotzdem."

Nach fünf Jahren ging es planmäßig zurück nach Deutschland. Und die Stellenbeschreibung aus dem Monheimer Rathaus verfehlte bei André Betz ihre Wirkung nicht. "Ich dachte mir: Das passt." Das tat es offensichtlich. Denn der 34-Jährige ist längst mitten drin in den Themen vor Ort. Sei es die Beschulung von Seiteneinsteigern, vor allem Flüchtlingskindern, oder die Fortschreibung in der Entwicklungsplanung für den Offenen Ganztag in den Grundschulen - André Betz verstärkt die Truppe aus dem Bereich Schulen mit Bereichsleiter Peter Heimann an der Spitze. Und für Bürgermeister Daniel Zimmermann ist klar: "Die Qualität der Zusammenarbeit kann nur steigen, wenn die Stadtverwaltung und ihre Schulen dieselbe Sprache sprechen. Dafür ist Herr Betz genau der Richtige."
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