Verunglückter Kajak-Fahrer gestorben

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Suche auf dem Rhein nach dem Vermissten. Foto: Feuerwehr Monheim
Ein Kajak-Fahrer (85) aus Leverkusen ist am Donnerstag im Rhein bei Monheim verunglückt. Der Mann starb im Richrather Krankenhaus.

Der 85-Jährige war am Donnerstagmorgen mit vier Bekannten – ebenfalls Senioren – in Leverkusen mit Kajaks gestartet. Gegen 11 Uhr wurde ein kieloben treibendes Boot in Höhe der Gaststätte „Virginia“ kurz vor Hitdorf gemeldet. Ein LKW-Fahrer hatte das Boot gesichtet und der Feuerwehr Leverkusen gemeldet. Diese übermittelte den Einsatz sofort an die Monheimer Kollegen.

Ein Großaufgebot mit Feuerwehren aus Monheim, Düsseldorf, Köln, Dormagen und Neuss sowie eine Taucherstaffel aus Hilden rückten aus. Auch Polizeihubschrauber waren im Einsatz sowie der Monheimer Ortsverband der DLRG mit elf Personen, zwei Booten und einem Führungsfahrzeug.

„Einsätze auf dem Rhein, insbesondere die Personensuche, sind immer sehr zeit- und personalintensiv“, erläutert Einsatzleiter Thomas Greven. „Daher alarmieren wir immer direkt auch die angrenzenden Feuerwehren, um die Suche möglichst effektiv mit mehreren Booten und Rettungsmitteln durchführen zu können.“

Das Kajak wurde an der angegebenen Stelle an einer Kribbe gefunden und geborgen. Von dem Kajak-Fahrer fehlte aber jede Spur. Daher wurde dort die Taucherstaffel der Feuerwehr Hilden eingesetzt. Nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass das Boot zu einer fünfköpfigen Gruppe von Kanuten gehörte, die durch das Ereignis getrennt wurden.

Zwei der Kanuten aus der Gruppe sind bei Kilometer 709 (Höhe Ödstein) an Land gegangen. „Dadurch mussten wir zwischenzeitlich von insgesamt drei vermissten Personen ausgehen“ so der Leiter der Feuerwehr Hartmut Baur, der den Einsatzleiter bei der Koordination der Maßnahmen unterstützte.

Die Zahl von drei Vermissten bestätigte sich glücklicherweise nicht, zwei weitere Fahrer aus der Gruppe sind in Höhe des Bootshauses gegenüber von Piwipp auf der Monheimer Seite an Land gegangen und wurden dort gezielt befragt.

Trotz intensiver Suche konnte der Vermisste zunächst nicht gefunden werden. Durch Meldungen eines Hubschraubers sowie des Löschbootes der Werkfeuerwehr Currenta wurde die Suche weiter Stromabwärts verlagert. Einsatzkräfte der zwischenzeitlich nachalarmierten Feuerwehr Düsseldorf fanden den 85-Jährigen gegen 12.30 Uhr leblos treibend im Wasser und brachten ihn in Höhe der Marienkapelle an Land.

Nach medizinischer Versorgung wurde er unter notärztlicher Begleitung ins Richrather Krankenhaus transportiert. Warum der 85-Jährige kenterte, ist noch unklar. Die Polizei ermittelt nun die Unglücksursache.
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