Schelmenturmrutsche wird zum „Eyecatcher“ im Landschaftspark Rheinbogen

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Der Plan für den Landschaftspark Rheinbogen von der Bleer/Kapellenstraße aus gesehen. Links entsteht der Naturerlebnispfad. Auf Höhe der Kirche St. Gereon bekommen der neue Spielplatz und der Motorikparcour ihren Platz. Die jetzige Zufahrt wird ein Stück nach Norden verlegt. Daran an schließen sich die Skateranlage und schließlich ganz am Ende der bereits fertiggestellte Multifunktionsspielplatz (Abenteuerspielplatz). Grafik: Stadt Monheim am Rhein
Wasserspielplatz, Skateranlage, Naturerlebnispfad: Mit dem Landschaftspark Rheinbogen bekommt Monheim ein Naherholungsgebiet für Jung und Alt. 2,2 Millionen Euro lässt die Stadt sich die Neugestaltung des Deichvorlandes kosten. Nach den Rodungen im Februar soll es Anfang Mai mit den Bauarbeiten losgehen.

„Wir stehen kurz vor Ausschreibungsbeginn“, sagt Projektleiter André Schade auf Anfrage. „Wir hatten noch ein paar Probleme. Unter dem Gelände verläuft eine große Ferngasleitung. Dafür mussten noch einige Genehmigungen eingeholt werden.“

In der 13. Kalenderwoche werden laut Schade die Ausschreibungen veröffentlicht. Vier bis sechs Wochen sind dann Zeit, um die Angebote einzuholen und zu prüfen. „Das ist ein Riesenareal. Da kommen sehr viele Leistungen zusammen“, so Schade. 93.000 Quadratmeter werden neu- und umgestaltet. Anfang Mai geht es los.

Die Flächen im Baubereich werden eingezäunt. Der Schützenplatz erhält ein Stück weiter nördlich eine neue Zufahrt. Die jetzige Einfahrt wird stillgelegt. Sie wird der Eingang zum Landschaftspark und als solcher komplett autofrei. „Wir werden uns dann vom Deich aus zur Kapellenstraße vorarbeiten“, sagt Schade. „Von Norden her wird die Skateranlage verwirklicht und ganz zum Schluss wird der Eingangsbereich gestaltet.“ Der dient während der Bauphase als Materiallager sowie als Zufahrt für die schweren Baumaschinen.

Und so soll der Landschaftspark aussehen: Es werden neue Wege angelegt. Der Gokart-Verleih von Roland Giebner wird vergrößert und zehn Meter in Richtung Kapellenstraße versetzt. „Das Angebot des Gokart-Verleihs bleibt während der Bauzeit weiter erhalten. Nur während des Umbaus ist geschlossen“, so André Schade.

In unmittelbarer Nachbarschaft wird ein großes, gepflastertes Schachbrett gebaut. Marode Spielgeräte des jetzigen Rheinspielplatzes – wie die Schaukeln – werden entsorgt. Am jetzigen Standort erhalten bleibt die Kletterpyramide. Sie wird komplett überholt und erhält eine Einfassung. Während der Bauphase wird das Gerät nicht bespielbar sein.

Ein Feld für Street- und Basketball sowie eine Skate- und BMX-Anlage entstehen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kletterpyramide neu. Der Skaterbereich wird 1,50 Meter tief ins Erdreich verlegt. Dort müssen noch Altlasten der früheren Shell-Raffinerie beseitigt werden. „Durch Bodengutachten wissen wir, dass es dort kontaminierte Bereiche gibt, die entsorgt werden müssen“, sagt der Projektleiter.

Der Bereich für die größeren Kinder und Jugendlichen ist künftig getrennt vom Spielplatz für die Kleineren, der im Rheinbogen neu entstehen wird. Direkt im Eingangsbereich bleibt das für die Euroga 2002 gestaltete Gelände mit den Dino-Skulpturen erhalten. Es wird aber aufgepeppt durch einen Mehrgenerationenspielplatz. Er bietet auf einem Motorikparcour verschiedene Fitnessgeräte wie Schultertrainer, Beintrainer und Rückenmassagegerät. Die Geräte sind so ausgelegt, dass sie sowohl von Kindern als auch von Senioren genutzt werden können.

Daran an schließt sich als besondere Attraktion ein Wasserspielplatz mit Wasserhügel und Fontänen sowie einem Matschbereich. Der neue Kinderspielplatz bietet einen Rutschenturm, Balancierlabyrinth, Seilbahn, Riesenschaukel, Spielhäuschen, Kleinkinderschaukel und -rutsche, Karussell und Wippgeräte. „Der Rutschenturm wird von der Optik her wie der Schelmenturm gestaltet und ist ein richtiger ‚Eyecatcher‘“, sagt der Projektleiter.

Im Mittelpunkt des Spielplatzes entsteht eine große Sandfläche mit Backtischen, einer Sandfabrik mit Baggern und einer Kletteranlage. Rundherum sind zahlreiche neue Sitzmöglichkeiten geplant. Zum Deich hin wird der Spielbereich von einer großen Rasenfläche umrundet, die als Liegewiese, für Picknick oder Ballspiele genutzt werden kann.

Die jetzigen Ackerflächen vor dem Deich werden in eine Wildblumenwiese mit heimischen Kräutern verwandelt. „Wir bieten viele Attraktionen kompakt am Anfang. Zum Deich hin lockert es sich auf“, so Schade. Das kleine Wäldchen im Süden des Landschaftsparks wird aufgeforstet. Dort werden auch ein Feuchtbiotop und ein Naturerlebnispfad entstehen, wo man interaktiv etwas lernen kann.

Zurückgestellt ist erst mal die Anbindung des Landschaftsparks an die Altstadt. Ursprünglich sollte die Kapellenstraße noch eine Mittelinsel als Querungshilfe bekommen. André Schade: „Straßen NRW hat da sehr hohe Auflagen. Die wollen, dass der Verkehr fließt. Da sind gestalterische Aspekte nur schwer unterzubekommen.“

Da die Stadt plant, die Kapellenstraße sowie die Opladener Straße und den Berliner Ring in städtische Trägerschaft zu übernehmen, würden sich bei Erfolg ganz andere Möglichkeiten ergeben. „Im Zuge der Neugestaltung des Alten Marktes und der damit verbundenen Umgestaltung der Turmstraße soll dann auch die Verbindung zum Landschaftspark geschaffen werden“, erklärt André Schade.
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