Flüchtlingshilfe des SKFM bietet große Angebotspalette – Ehrenamtliche Helfer werden weiter benötigt

Anzeige
Teilnehmer, die im Rahmen der „Lernzeit für Erwachsene“ ihre deutschen Sprachkenntnisse verbessern.
 
Im Rahmen der „Lernzeit für Erwachsene“ verbessern Flüchtlinge ihre deutschen Sprachkenntnisse.



„Deutschkenntnisse sind das A und O für eine gelingende Integration.“ Mit diesen Worten bringt Johannes Anderski, der beim SKFM Monheim am Rhein e.V. für die Organisation und Koordination des Ehrenamtes im Fachbereich der Flüchtlingshilfe zuständig ist, das Problem auf den Punkt. Deshalb bietet der SKFM neben der „Sprach-Bar“ auch die „Lernzeit für Erwachsene“ im Stadtteiltreff am Ernst-Reuter-Platz 20 an. Beide Angebote richten sich an Flüchtlinge in Monheim, die neben dem Besuch der offiziellen Sprachkurse, die von den Volkshochschulen Monheim und Langenfeld sowie der Eurosprachschule in Langenfeld durchgeführt werden, die deutsche Sprache noch vertiefen wollen. Die „Lernzeit für Erwachsene“ findet jeden Montag und Mittwoch von 14:30 bis 16 Uhr statt. Insgesamt 15 bis 20 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer engagieren sich hier, um die Deutschkenntnisse der Flüchtlinge zu fördern und gleichzeitig praktische Lebenshilfe zu geben.

Und wie erfahren die Flüchtlinge von diesem Angebot? Die Mitarbeiter des SKFM informieren die betreffenden Personen bei allen sich bietenden Gelegenheiten. Sei es beim „Frauentreff“ – es findet jeden Freitag von 10 bis 12 Uhr (ab 2. März von 12 bis 14 Uhr) ebenfalls im Stadtteiltreff statt - , in der bereits erwähnten „Sprach-Bar“, während der Sprechstunden im Büro der Flüchtlingshilfe in der Niederstraße 14 (jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag von 10 bis 12 Uhr und Montagnachmittag von 13 bis 15 Uhr) oder bei sonstigen Gelegenheiten.

Ehrenamtliche Helfer gesucht

Ehrenamtskoordinator Anderski würde aufgrund der Nachfrage gerne das Sprachangebot erweitern. Aber es fehlen ihm ehrenamtliche Kräfte, die bereit sind, sich hier zu engagieren. Die einzigen Voraussetzungen, die die Helfer mitbringen müssen, sind Zeit und Freude am Umgang mit anderen Menschen. Umgekehrt erfahren auch die Ehrenamtler durch ihre Arbeit eine Bereicherung. Sie lernen Menschen kennen, die zum Teil unter kaum vorstellbaren Situationen aus ihrem Heimatland geflüchtet und nun ernsthaft gewillt sind, sich eine neue Existenz aufzubauen. „Die meisten dieser Menschen haben ihre Heimat verlassen, weil sie um Leib und Leben bzw. um ihr Hab und Gut fürchten mussten“, erläutert Johannes Anderski die Gründe für ihre Flucht.

Darüber hinaus sucht Anderski noch ehrenamtliche Helfer für die „Lernzeit für Kinder“. Hier kommen bisher sechs bis zehn Kinder im Grundschulalter jeweils von montags bis mittwochs von 14 bis 15:30 Uhr ins Eki-Haus, Friedenauer Str. 17. Um diese Kinder kümmern sich 15 Ehrenamtliche. Auch hier könnte das Angebot ausgebaut werden, wenn mehr freiwillige Helfer zur Verfügung stünden. Da sich hier überwiegend Frauen engagieren, wäre es für die Kinder hilfreich, wenn sich auch Männer einbringen könnten.

Prozess der Integration braucht langen Atem

Auch wenn vielfach die Flüchtlinge vorerst mit dem Notwendigsten versorgt sind, so gibt es doch immer wieder Alltagsprobleme, bei denen sie Hilfe benötigen. Angefangen bei Behördengängen, Schulanmeldungen, ärztlicher Betreuung bis hin zum Aufarbeiten von Traumatisierungen, die durch die Flucht ausgelöst worden sind, gibt es eine breite Palette, für die auch weiterhin ehrenamtliche Helfer benötigt werden. „Der Prozess der Integration braucht einen langen Atem“, unterstreicht Johannes Anderski. Deshalb wirbt der SKFM auch weiterhin um die Mitarbeit von engagierten Menschen, die ihre vielfältigen Erfahrungen und Fähigkeiten zum Nutzen geflüchteter und asylsuchender Menschen einsetzen. „Ehrenamtliches Engagement verstehen wir als einen Gewinn für beide Seiten“, so Frank Nickel, Bereichsleiter des SKFM für die Flüchtlingshilfe. „Für die Menschen, denen der Einsatz gilt und für die Helfer, indem sie sich einsetzen, ihre Zeit schenken und dabei selbst wertvolle neue Erfahrungen machen.“ Mit anderen Worten: Ehrenamtliche Unterstützung ist ein wichtiger Baustein zur Integration neuer Bürger in Monheim am Rhein.

Derzeit leben 585 „Flüchtlinge“ in der Gänselieselstadt. Davon sind 20 Personen „unbegleitete Minderjährige“, wie es im amtsdeutsch heißt. Sie sind unter der Obhut des Jugendamtes. 375 Personen leben in Familien und 190 sind sogenannte „Alleinreisende“. Der überwiegende Teil der Flüchtlinge – genau 182 Personen – kommt aus Syrien, 75 aus dem Irak und 66 aus Afghanistan. Die restlichen kommen aus anderen Ländern.

Nähere Infos erhält man bei Johannes Anderski unter Telefon 02173 4099287 oder per Mail unter Johannes.Anderski@skfm-monheim.de, oder während der Sprechzeiten (montags 15:30 – 16:30 Uhr und freitags von neun bis zehn Uhr) im Büro des SKFM-Flüchtlingshilfe in der Niederstr. 14.

Weitere Informationen über den SKFM Monheim am Rhein e.V. und seine Aktivitäten findet man unter www.skfm-monheim.de.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.