Gut angekommen – auch gut aufgenommen?

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SKFM kümmert sich um Flüchtlingsfamilien im Übergangs-Wohnheim in der Bregenzer Straße


„Bis Ende September erwarten wir rund 120 Flüchtlinge, die der Stadt Monheim vom Land NRW aus den Erstannahmestellen zugewiesen werden, und die im Übergangswohnheim der Stadt in der Bregenzer Straße ihre erste Bleibe finden werden. Hier werden wir gemeinsam mit dem BeratungsCentrum dafür sorgen, dass diese Flüchtlinge möglichst schnell eine eigene Wohnung erhalten.“ Mit diesen Worten skizzierte Frank Nickel, Bereichsleiter des SKFM für die Flüchtlingshilfe in der Gänselieselstadt, die neuen Aufgaben, die auf ihn und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter demnächst zukommen.

Mit den zurzeit in der Bregenzer Straße vorläufig untergebrachten Flüchtlingen und den dann neu hinzukommenden wird das auf rund 150 Personen ausgelegte Übergangswohnheim vorerst voll belegt sein. Allerdings kann sich diese Situation relativ schnell ändern, da (nach den Plänen der Stadt) zumindest die Familien nach einiger Zeit in eigenen Wohnungen untergebracht werden sollen. Dabei kümmert sich der SKFM um Flüchtlingsfamilien während das BeratungsCentrum für Einzelpersonen zuständig ist. Damit die Betreuung künftig noch intensiviert werden kann, wird der SKFM demnächst in einem der Container ein eigenes Büro beziehen. Feste Beratungszeiten werden dafür sorgen, dass die Flüchtlinge kompetente Ansprechpartner vor Ort haben, die ihnen helfend zur Seite stehen.

Damit die Flüchtlinge nicht nur gut in Monheim ankommen, sondern auch gut aufgenommen werden, ist es wichtig, dass sie sich möglichst schnell in Monheim zurechtfinden und vor allem die deutsche Sprache lernen. „Deshalb sorgen wir dafür“, so Frank Nickel weiter, „dass die Flüchtlinge mit entsprechendem Info-Material wie Stadtplan, Flyern der Integrationsangebote usw. versehen werden und wir unterstützen sie bei den Behördengängen.“ Außerdem sorge man dafür, dass beispielsweise schwangere Frauen ärztliche Betreuung erhielten, schulpflichtige Kinder an den entsprechenden Schulen angemeldet würden und dass die Flüchtlinge an Deutschkursen teilnähmen. Dabei zeige die Erfahrung, dass ein großes Interesse vorhanden sei, die deutsche Sprache, etwas über die Kultur und das Leben in Deutschland zu lernen und wenn möglich auch eine Beschäftigung auszuüben.

„Sprach-Bar“ in Monheim und Baumberg bietet Kontaktmöglichkeiten
Neben den Deutschkursen, die u.a. die VHS durchführt, bietet der SKFM solche Hilfen in der sogenannten Sprach-Bar an, die dank der Unterstützung der Evangelischen Kirche inzwischen auch in Baumberg, jeweils dienstags von 17 bis 19 Uhr, im Gemeindezentrum der Friedenskirche, Schellingstr. 13, präsent ist. Der SKFM bietet damit einen Anlaufpunkt für Flüchtlinge und Einheimische, bei dem man in zwangloser Atmosphäre Kontakte knüpfen, sich unterhalten, andere Kulturen und Sprachen kennenlernen oder sich bei Gesellschaftsspielen näherkommen kann. Kaffee und Kuchen sowie andere Speisen, die vom SKFM bereitgestellt werden, sorgen dafür, dass auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommt. Kinder haben hier zudem die Möglichkeit, im außenliegenden „Amphitheater“ zu spielen. Bereits seit Anfang des Jahres steht die Sprach-Bar im Stadtteiltreff am Ernst-Reuter-Platz 20 in Monheim am Rhein, jeden Mittwoch von 17 bis 19 Uhr, zur Verfügung. Hier treffen sich wöchentlich zwischen 50 und 60 Flüchtlinge und Monheimer um miteinander ins Gespräch zu kommen und auch voneinander zu lernen. Damit bietet der SKFM künftig zwei Anlaufstellen für Flüchtlinge und Bürger in Monheim an.

Johannes Anderski, der beim SKFM für die Organisation und Koordination des Ehrenamtes im Fachbereich der Flüchtlingshilfe zuständig ist, erklärt, dass „letztlich nur persönliche Kontakte helfen, Vorurteile abzubauen und sich Kennenzulernen.“ Deshalb sei ein weiterer Schwerpunkt der Flüchtlingshilfe des SKFM die Organisation bzw. Unterstützung von Patenschaften zwischen Monheimern und Flüchtlingen. Wer sich also in der Flüchtlingshilfe des SKFM, dazu gehört auch die Hausaufgabenbetreuung in der Lernzeit, Übernahme von Patenschaften für Flüchtlinge oder Mitarbeit in der Sprach-Bar engagieren möchte, ist herzlich willkommen. Nähere Infos erhält man bei Johannes Anderski unter Telefon 02173 4099287 oder per Mail unter Johannes.Anderski@skfm-monheim.de, oder während der Sprechzeiten (montags 15:30 – 16:30 Uhr und freitags 9:00 – 10:00 Uhr) im Büro des SKFM in der Niederstr. 14.

Weitere Informationen über den SKFM Monheim am Rhein e.V. findet man unter www.skfm-monheim.de.
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