Kein Kaffeekränzchen

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Der frischgebackene Vorstand der Frauen Union Monheim mit Gästen der Gründungsversammlung (von links nach rechts): Gisela Alwahrt (Beisitzerin), Ute Mittelstädt (stellvertretende Vorsitzende), Dr. Annette Kowius (FU-Kreisvorsitzende), Gabriele Hackel (Vorsitzende), Jan Heinisch (CDU-Kreisvorsitzender), Stephanie Hackel (Schriftführerin), Tim Brühland (CDU-Stadtverbandsvorsitzender), Natascha Busse (Beisitzerin) und Mechthild Stock (stellvertretende FU-Vorsitzende Ratingen). Foto: Michael de Clerque

Monheim zieht nach: Seit dieser Woche hat auch die Gänselieselstadt eine eigene Frauen Union

„Es ist an der Zeit, dass wir aus dem Schatten der Männer treten und lokalpolitisch unser eigenes Ding machen!“ Für die CDU-Ratsherrin Gabriele Hackel geht mit Gründung der Monheimer Frauen Union ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Was es in vielen Kreisstädten bereits seit Jahren gibt, fehlte nach ihrer Ansicht in Monheim: eine Organisation, die sich intensiv für die Belange von Frauen einsetzt. „Innerhalb des CDU-Stadtverbandes war und ist es nicht immer leicht, Themen einzubringen, die ausschließlich für Frauen relevant sind. Mit einer eigenen Gruppe können wir uns nun viel konstruktiver in die Lokalpolitik einbringen.“

Vor allem nach der letztjährigen Kommunalwahlniederlage, bei der die Christdemokraten fünf Sitze im Stadtrat abgeben mussten und seither dort nur noch mit sieben Mitgliedern vertreten sind, seien die Stimmen nach einer Frauen Union lauter geworden. „Wir wolllen auf der politischen Bühne mehr Präsenz zeigen. Allein in Anbetracht der absoluten Mehrheit der Peto müssen wir die Entscheidungen des Stadtrates mehr hinterfragen.“ Es gebe keinen Grund, warum eine Frauen Union nicht die Arbeit der CDU-Ratsfraktion unterstützen solle, so Gabriele Hackel. „Oft fehlt es den Fraktionskollegen auch an der Zeit, und es lässt sich nicht alles ausführlich besprechen. Wir haben genug Themen, die wir in der Frauen Union vorbereiten können, bevor sie im CDU-Stadtverband und in den Fachausschüssen behandelt werden.“

Welche Themen das sind, weiß die Ratsfrau genau. Besonders am Herzen liegt ihr die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Auch in der Hauptstadt für Kinder läuft nicht alles optimal. So hat Monheim keine öffentliche Kindertagesstätte, die eine Betreuung bis in die Abendstunden anbietet. Das gibt es leider nur in privaten Einrichtungen, wie in der UCB-Kita oder in der Betriebs-Kita an der Knipprather Straße.“

Sicherheit ist aus Sicht von Gabriele Hackel ein weiteres Thema, das die neue Frauen Union in den Fokus rückt: „So schön Monheim ja auch sein mag, im Stadtgebiet gibt es einige Ecken, in denen man als Frau abends nicht gern allein unterwegs ist.“ Wichtig ist ihr ebenfalls ein enger Kontakt und regelmäßiger Austausch mit weiblichen Geschäftsleuten aus Monheim. Nützlich ist der Ratsfrau hier sicher das gute Netzwerk, das sie als Vorsitzende der Monheimer Mittelstandsvereinigung gespannt hat.

Als eine der ersten Aufgaben hat der am Montag ins Amt gewählte Vorstand der Monheimer Frauen Union sich vorgenommen, viele weitere Mitstreiterinnen zu finden. „Wir wollen Bürgerinnen für die Politik gewinnen. Sie in ihrem Mut bestärken, sich lokalpolitisch einzubringen, und ihnen zeigen, dass es sich auch lohnt“, wirbt Gabriele Hackel für ein Engagement in der Organisation. Den CDU-Stadtverband weiß sie auf ihrer Seite. „Der Vorstand hat uns seine volle Unterstützung zugesagt. Aber niemand soll glauben, dass wir zum Kaffeekränzchen angetreten sind und auf CDU-Festen die Brötchen schmieren.“

Infos


Die Frauen Union ist eine innerparteiliche Organisation der CDU, so wie auch die Senioren Union und die Junge Union.
Um Mitglied der Frauen Union zu werden, ist es nicht erforderlich, auch der CDU beizutreten.
Weitere Informationen gibt es im Internet auf den beiden Seiten www.cdu-monheim.de und www.frauen-union-kreismettmann.de.
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