Köln: Absage der DITIP an Friedensmarsch. Freier Wähler fordert Konsequenzen.

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Köln: Zentralmoschee | Die Türkisch-Islamische Union DITIP lehnt eine Teilnahme am muslimischen Friedensmarsch in einer am Mittwoch verbreiteten Stellungnahme entschieden ab. Für den Kölner Kommunalpolitiker Torsten Ilg von den FREIEN WÄHLERN steht angesichts dieser harten Haltung fest, dass man trotz erkennbar "guten Willens" vieler Muslime in Deutschland, mit dieser Demo wohl nichts erreichen wird. Er sieht dabei auch in der Art der Berichterstattung vieler Medien ein Problem:

"Leider wird in der öffentlichen Debatte erneut versucht, eine Art "Mehltau" von angeblichem "Konsens" über die wichtige Debatte der Muslime in unserer Stadt zu schütten", so Ilg in einer aktuellen Mitteilung.

"Bereits der politische Ansatz des sogenannten "Friedensmarsches" ist falsch, denn er versucht die oft unversöhnlich gespaltenen Lager durch diese Aktion zu einen. Also eine Art "Konsens" herzustellen zwischen den kleinen liberalen und der mehrheitlich konservativen bis orthodoxen islamischen Verbänden in Deutschland. Genau das wird weder gelingen, noch ist dies wünschenswert. Denn wirklich "Platz" hat in unserer freiheitlichen und aufgeklärten Gesellschaft nur ein reformierter Islam, der die Werte des Grundgesetzes achtet und sich angepasst hat. Alle anderen Formen des Islam sind mit unseren Werten nicht kompatibel. Der Verband "DITIP" ist der verlängerte politische Arm Erdogans. Er pflegt problematische Kontakte zu erzkonservativen fundamentalistischen Gruppen die sich weigern, unsere Grundwerte auch zu ihrer eigenen Lebenswirklichkeit zu machen. Stattdessen werden hierzulande Parallelgesellschaften gebildet. Deshalb muss diesem Verband die staatliche Unterstützung entzogen werden. Die Stadt Köln sollte endlich alles daran setzen, dass z.B. die Ehrenfelder Zentral-Moschee einem anderen, möglichst liberalen Verband unterstellt wird. Wir dürfen es nicht dulden, dass eine Moschee dieser Größenordnung Gefahr läuft, eine Art "Propagandatempel" für radikale Muslime zu werden!"

Torsten Ilg sitzt für die Kölner FREIEN WÄHLER in der Bezirksvertretung von Rodenkirchen.
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Joachim H. Hartung aus Monheim am Rhein | 16.06.2017 | 14:08  
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