Monheimer Moschee-Pläne: Infoabend verschoben

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Schlange stehen für den Einlass zum Infoabend. Auch diesmal haben nur Monheimer Zutritt.
 
Aula und Foyer waren beim ersten Infoabend bis auf den letzten Platz gefüllt. Wer nicht mehr eingelassen wurde, musste per Außenlautsprecher verfolgen.
Der ursprünglich für den kommenden Mittwoch, 21. September, angekündigte zweite Bürgerinformationsabend über die geplante Unterstützung der beiden in Monheim beheimateten Moscheevereine ist verschoben. Er wird nun am Donnerstag, 6. Oktober, um 19 Uhr in der Aula am Berliner Ring 7 stattfinden.

"Damit möchten wir allen Monheimern erneut die Möglichkeit geben, sich aus erster Hand über die in den letzten Wochen überarbeiteten Pläne zu informieren und diese mit uns gemeinsam zu diskutieren", lädt Bürgermeister Daniel Zimmermann ein. Da das lokale Interesse weiter groß ist, gilt auch die Einladung zu dieser Veranstaltung wieder ausschließlich den Einwohner der Stadt.

Einlasskontrolle


Alle Besucher der Veranstaltung werden daher gebeten, sich entsprechend ausweisen zu können und möglichst bereits ab Einlassbeginn um 18 Uhr vor Ort zu sein. Monheimer mit gültigem EU-Pass, in dem keine Adresse verzeichnet ist, werden gebeten, ihren Pass dennoch mitzubringen, um sich vor Ort ausweisen zu können. Ihnen wird dann, nach Prüfung über entsprechend vorbereitete Meldelisten des Bürgerbüros, Einlass gewährt. Das Gleiche gilt für alle Monheimer, die im Besitz eines Elektronischen Aufenthaltstitels sind. Am 30. Juni waren rund 900 Menschen zur Aula gekommen, die als größte überdachte Versammlungsstätte im Stadtgebiet etwa 750 Menschen im Saal Platz bietet. Vielen blieb daher nur die eingerichtete Audioübertragung zum Verfolgen der Diskussion.

Grund für die Verschiebung


Grund für die Verschiebung ist, dass sich die Monheimer Kommunalpolitik im Haupt- und Finanzausschusses am Donnerstagabend auf zwei potenzielle Standorte für die geplanten islamischen Gemeindezentren verständigt hat. Die Stadtverwaltung soll nun per Ratsbeschluss am Mittwoch, 28. September, damit beauftragt werden, der Öffentlichkeit die beiden Standortvorschläge in einer Bürgerbeteiligung vorzustellen. Für die "Islamische Gemeinde Monheim und Umgebung e.V." wird der Öffentlichkeit das bereits bekannte Grundstück auf dem Menk-Gelände an der Opladener Straße präsentiert. Dieser Beschluss erfolgte einstimmig. Für den Verein "DiTiB - Türkisch Islamische Gemeinde zu Monheim e.V." soll das ehemalige Freibadgelände neben dem Mona Mare vorgestellt werden. Der Beschluss wurde mit 13 Ja- und 4-Nein-Stimmen gefasst.

Konzept erarbeiten


Zudem soll die Verwaltung damit beauftragt werden, gemeinsam mit den beiden Moscheevereinen ein Konzept zur weiteren Stärkung der Integration der Gemeindemitglieder zu erarbeiten. Beide Grundstücke sollen für die entsprechende Verwendung gesichert und nicht anderweitig veräußert werden, bis der Stadtrat endgültig über die Grundstücksvergabe an die islamischen Gemeinde entscheidet. Die Stadt soll darüber hinaus durch den Rat beauftragt werden, Verhandlungen mit den beiden Gemeinden über den Ankauf der bisher von ihnen genutzten Grundstücke aufzunehmen.

Standortanalyse


Bürgermeister Daniel Zimmermann: "Wir betrachten diese Einigung als folgerichtiges Ergebnis der von uns vorgelegten Standortanalyse. Es sind die Standorte der Wahl. Und genau diese und die Pläne dort wollen wir der Bürgerschaft nun näher vorstellen. Das geht aber natürlich nur, wenn der Stadtrat den Beschlussvorschlag des Haupt- und Finanzausschusses entsprechend bestätigt. Daher die Verlegung der Bürgerinformation auf den 6. Oktober."

"Ein umfassende Bild liefern"


Neben dem Bürgermeister werden beim Informationsabend auch wieder die Vertreter der beiden seit über 30 Jahren in Monheim beheimateten Moscheevereine über ihre inzwischen weiter konkretisierten Pläne Auskunft erteilen und für Fragen zur Verfügung stehen. Schon vor der ersten Bürgerinformation am 30. Juni hatte Bürgermeister Zimmermann versprochen: "Wir werden ein umfassendes Bild liefern, alles zeigen, was zu zeigen ist, und dabei alle Fakten auf den Tisch legen."
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