Klare Botschaften am Aktionstag: Gewalt gegen Frauen und Mädchen ächten

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Klare Botschaft: Monheimer Bäckereien verwenden heute diese Papiertüten. (Foto: Norbert Jakobs)
Jedes Jahr am 25. November findet der von den Vereinten Nationen deklarierte internationale Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“ statt. Mit dieser Aktion soll ins öffentliche Bewusstsein gebracht werden, dass Gewalt gegen Frauen und Mädchen weltweit eine der häufigsten Menschenrechtsverletzungen ist.

Um auf die Formen und das Ausmaß aufmerksam zu machen, hat die städtische Gleichstellungbeauftragte Gisela Herforth in diesem Jahr wieder eine Fahnen- und Brötchentüten-Aktion vorbereitet, mit der Bürgermeister samt Stadtrat und Verwaltung ein öffentliches Zeichen der Ächtung von Gewalt setzen wollen.

Zum einen wird heute auf dem Rathausvorplatz eine Fahne gehisst. Sie trägt die Forderung „Frei leben - ohne Gewalt“. Darüber hinaus gibt es eine Aktion in Kooperation mit Monheimer Bäckereien. Sie verwenden heute spezielle Papiertüten für Brot und Brötchen, die den Aufdruck „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ tragen. Zusätzlich wird es in den Geschäften den Flyer „Schutz vor häuslicher Gewalt“ mit Beratungs- und Hilfsangeboten geben.

Frauen als Opfer häuslicher Gewalt sind leider auch im Kreis Mettmann keine Seltenheit. Allein in diesem Jahr weist die Interventionsstelle des Sozialdienstes katholischer Frauen und Männer 507 Vorfälle häuslicher Gewalt an Frauen aus. In diesen Familien leben 502 Kinder, davon 410 unter 16. In diesem Jahr suchten bisher im Kreis Mettmann 29 Frauen mit 26 Kindern Schutz und Hilfe im Frauen- und Kinderschutzhaus.

Auch aktuell zeigt sich, dass insbesondere Frauen aus anderen Herkunftsländern auf den Schutz des Frauenhauses angewiesen sind, weil sie meist kein unterstützendes familiäres Umfeld haben und kaum Deutsch sprechen.
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